Der kleine Salon mitten in Wien

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Der kleine Salon steht für Frauenpower! Wir wollten nicht meckern, sondern selbst aktiv werden!

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Trotz stark befahrener linker Wienzeile und früher Stunde klingelt nicht nur das Glöckchen an der Eingangstüre sondern auch schon die Kasse des kleinen Salons. Carolin Ruschcio und Verena Wibmer-Oppolzer, beide zwei junge, kreative Mütter in den 30ern, betreiben seit gut zwei Jahren ihren Concept Store Der kleine Salon in dem sie Designermode und Accessoires für Kinder verkaufen.

Carolin, euer Business gibt es ja schon seit 2009. Wie kam es dazu? Was hat euch inspiriert?

Ausschlaggebend war auf alle Fälle, dass Verena und ich damals kleine Kinder hatten und wir einfach frustriert waren wegen des geringen Angebots an Kindermode hier in Wien. Als Verena nach einem Kopenhagenaufenthalt bei Michaela – das ist unser drittes Gründungsmitglied – zurückkam war sie ganz euphorisch wie gut die Auswahl an individueller Kindermode dort ist.

Das dritte Gründungsmitglied ist Dänin?

Die Michaela ist Österreicherin, lebt aber in Kopenhagen und kennt sich dort in der Designszene sehr gut aus. Sie hat der Verena gezeigt wo die hippen, kleinen Läden zu finden sind.

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Verena hat also das Gebiet für euer Projekt erschlossen?

Ja als sie zurückgekommen ist hat sie mir natürlich alles ausführlich erzählt und sie weiß, dass ich ein sehr offener und neugieriger Mensch bin. Wir haben schon länger mit dem Gedanken gespielt etwas gemeinsam  zu starten  und als sie zurückkam meinte sie, dass wir unbedingt einen Kinderladen aufmachen müssen. Ich war gleich begeistert! Michaela ist dann nach Wien gekommen, wir haben uns zusammen gesetzt und man kann sagen, dass wir in nur 3 bis 4 Stunden unser Konzept erstellt haben!

Ganz klassisch, dass die Skandinavier ihre Finger im Spiel haben, wenn es um Design geht?

Ja genau. Im Vergleich zu Dänemark steht Wien schon arm da. Man kann sagen, dass es hier bei uns so gut wie nur zwei große Ketten gibt bei denen dann alle einkaufen. Wir haben einfach gesagt “Wir wollen nicht meckern, sondern selbst auch aktiv werden!”.

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Wie habt ihr eurer Projekt Der Kleine Salon  aufgezogen? Gab es den Laden schon von Beginn weg?

Nein, wir haben zuerst mit einem Der kleine Salon Online-Shop begonnen haben Verenas Keller in ihrem Haus in Hietzing quasi als ersten Laden verwendet. Das war sehr praktisch, weil wir kein großes finanzielles Risiko eingehen mussten und beide vorerst auch noch in unseren Jobs bleiben konnten. Zeitlich war es auch machbar, da wir nur an zwei Tagen die Woche geöffnet hatten. Wir haben wirklich ganz klein begonnen und uns nur mal auf 2-3 Labels konzentriert. Nach und nach sind dann natürlich immer wieder interessante neue Labels dazu gekommen.

Wieviel Risikofreunde braucht es einen Shop zu eröffnen?

Wir wollten es eher vorsichtig angehen, deswegen der kleine Salon Online-Shop, und sehen wie es sich entwickelt. Was wir am Anfang auf keinen Fall wollten war einen Kredit aufzunehmen und den Druck im Hintergrund zu haben. Mit dem Online-Shop zu starten war das Richtige für uns. Dass alles gut durchdacht ist, war uns sehr wichtig und wir haben auch alles selbst gemacht, sogar unsere Homepage. Nach zwei Jahren harter Arbeit läuft unser Online-Shop wirklich super. Unser Ziel ist es, uns international einen Namen zu machen.

Gibt es im Familienbetrieb auch Väter die mitgeholfen haben bzw. mithelfen?

Ja, die Väter haben wirklich brav von Anfang an mitgeholfen. Vor allem bei den Renovierungsarbeiten und sie sind eine gute mentale Unterstützung.

Wie habt ihr euch mit euren Kindern organisiert? War es schwierig?

Am Anfang war es schon schwierig mit der ganzen Organisation. Verena hat zwei Töchter, ich hab eine und für die war es natürlich auch eine Umstellung. Verena und ich mussten auch mehr arbeiten und es war schwierig, aber wir haben es geschafft. Das größte Hindernis ist ja eh immer nur der eigene Kopf! Wenn man sich die Arbeitszeit gut einteilen kann und es dann auch noch schafft, bei seinen Kindern zu sein – und auch abzuschalten – hat man gewonnen. Eine arbeitende Mutter ist keine Rabenmutter. Das muss man auch verinnerlicht haben und sich denken, dass die eigenen Kinder dann später auch stolz auf ihre Mutter sein werden.

Wer betreut eure Kinder, wenn ihr im Laden seid?

Wir haben ja nur von 10-14 Uhr geöffnet und bis zum frühen Nachmittag sind unsere Kinder im Kindergarten. Danach spricht man sich irgendwie ab. Da findet sich immer jemand. Verena und ich sind privat auch sehr eng und da gibt es eigentlich keine Probleme. Verenas Kinder und meine Tochter vertragen sich sehr gut und sind dann oft zusammen. Unsere Kinder sind aber auch gerne im Laden und spielen Verkäuferinnen.

Der Grundstein ist ja schon gelegt…

Ja, wir planen ein Der kleine Salon Imperium! (lacht)

Apropos Imperium: Wird es bei dem einen Laden bleiben oder brodelt da schon etwas in euren Hinterköpfen?

(lacht) Es brodelt Vieles, aber nichts Konkretes!

Ihr seid mit internationalen Marken in eurem Shop vertreten. Wieso war Wien für euch der ideale Standort?

Wien ist unsere Heimatstadt, aber es war uns auch ein Anliegen, Wien zu bereichern. Der Kleine Salon passt da ganz gut rein. Ich finde es schade, wenn kleine Geschäfte hier in Wien zusperren. Man muss in den Leuten einfach wieder dieses Gefühl für die besonderen, kleinen Dinge erwecken.

Welchen Tipp könnt ihr Frauen und Müttern geben die selbst einen Laden oder ein Projekt starten wollen?

Einfach anfangen! Gar nicht zu viel nachdenken, sondern mit einer Idee starten.

Hier gehts zum Kleinen Salon

 

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