EntrepreneurIn

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Entrepreneure leben intensiv. Pah-  war das eine intensive Woche! Mir kommt es so vor als hätte ich ab Montag Früh durchgehend bis vor zwei Stunden das Handy in der Hand gehalten und mit hunderten Menschen geredet, während ich mit anderen Menschen Interviews geführt, geplaudert, diskutiert, verhandelt, gestritten und mich besprochen habe. Teilweise unter unglaublichen Zeitdruck und Stress und die ganze Zeit die kalte nackte Wahrheit im Nacken: Egal, wie du dich anstrengst, du wirst diese Woche nicht alles schaffen, was du eigentlich schaffen müßtest. Es wird nicht passieren. Und das zieht einen dann etwas runter…Aber, ich muss sagen, gleichzeitig machte die Woche einen vitalen Schwung in die richtige Richtung. Das heißt, es liegt tatsächlich noch viel Arbeit am Tisch vor mir und ich werde den ganzen Sonntag arbeiten müssen und trotzdem mein Pensum nicht schaffen, aber auf der Meta-Ebene bleibt viel mehr Plus als Minus übrig. Ich weiß, das war jetzt kein sehr anschaulicher Eintrag bisher, aber vielleicht erkennt sich der eine oder die andere in der Beschreibung wieder. Vor allem EntrepreneurInnen kennen das sicher. EntrepreneurInnen wie ich. Ich schreibe übrigens absichtlich EntrepreneurIn weil ich weiß, dass das Wort manche Leute irritiert. Denn das Wort wirkt als wären UnternehmerInnen ach so nette freie kreative Menschen, die ein ach so cooles Leben führen. Das irritiert die Leute aber nicht weil sie denken, dass die Realität viel härter als so ist und UnternehmerInnen viel arbeiten müssen und wenig verdienen, sondern weil sie Angst haben das es vielleicht tatsächlich stimmen könnte! Sie wollen, nicht dass UnternehmerInnen ein freies kreatives Leben führen, sondern dass sie geldfixierte Faulpelze sind, die einsam und alleine sterben werden.  Sie wollen nicht dass man UnternehmerInnen EntreneurInnen nennt, sondern ausbeuterische KlassenfeindInnen. Haha!

patrice

Wie ist nun das Leben als ENTREPRENEURIN in Wirklich? Natürlich sehr kreativ, sehr frei, sehr cool und ziemlich mager. Zumindest die ersten Jahre. Wer das nicht aushält, sollte sich nicht selbstständig machen.

thai

Gestern, als der Megastress vorbei war, ging die ganze Familie zu unserem Lieblings-Thai auf der Gumpendorferstraße. Der liegt auf der Höhe `Bücher-Ernst´. Ist ein kleiner Selbstbedingungsladen. Sauber und hell und immer gemischtes fröhliches Puplikum. Man würde kaum glauben, dass man sich in Wien befindet, stünde da nicht Rainer Nowak hinter dir. Wir haben kurz geplaudert, aber seit er Presse-Chef ist, ist er reservierter als früher und er hat so ein `die Verantwortung lastet schon sehr auf mir (bzw auf meiner Waage)´.- Gesicht auf. Chef von so einer großen Tageszeitung zu werden, ist sicher kein Sonntagsspaziergang. Also da steckt nicht viel ENTREPRENEUR drinnen. Kein freies kreatives cooles Lebensgefühl. Ziemlich viel Betonpatschen, glaub ich. Dafür ist der Job auch nicht mager. Und man kann ihn bekommen ohne vorher Erfahrungen im Selbstständigsein gemacht zu haben und ohne die Zeitungs selber aufgebaut zu haben. Daher paßt Entrepreneur sowieso nicht. Eher Manager. Und Manager, die sich zu frei und kreativ fühlen, kommen wahrscheinlich manchmal auf komische Ideen. Rainer Nowak scheint nicht gefährdet.

Gleich neben dem Thai ist eine kleine Galerie, wo ein Freund von uns zufällig gerade gestern Abend eine kleine Ausstellung ausgerichtete. Wir kamen aber nur deswegen drauf, weil ein anderer Freund von uns (man kann ihn auch Weihnachtsmann nennen) plötzlich an der Scheibe vom Thai auftauchte. Er ist übrigens auch ein Entrepreneur. Ziemlich frei, kreativ und sehr cool:

simon

Also gingen wir rüber und aßen leckeren Hering (leckerer Hering muss sich wie Butter durchbeißen lassen! Nicht wie Kaugummi!) und sehr leckere Salzgurken und Tomatenpüreebrötchen. Einen Spaß hatten wir auch dabei!

russisches fingerfood

Heute arbeite ich mal wieder-  und zwar sowohl köpfisch als auch händisch. Diese Anrichte hat Micke in unserem Wohnzimmer zusammengebaut. Sie soll in den Popshop kommen, damit wir Platz haben um Bagels zuzubereiten.

heimwerken

Vorher wird sie gestrichen. Daher habe ich heute im Baumarkt einen Lack gesucht und die geilste Farbe ever gefunden (Achtung das hier können nur Handwerks -.Junkys nachvollziehen):

Lack

Das schönste Layout! Und schöner Spruch: `Color your Life´. Ja genau! Das sollten wir alle tun. Ich machs mit Schwarz. Black magic! Und wenn man sich diese Dose anschaut, könnte man denken, dass schwarze Samtfarbe drinnen ist. Ich würde den Lack am Liebsten abschlecken und danach trinken!

Und dann habe ich noch Farbe für das Wohnzimmer gekauft, denn wir haben uns endlich für den Farbton entschieden.

wandfarbe

SAUERTEIG! Auf diese weiße Altbauwand kommt der Farbton SAUERTEIG. Ich will diese Farbe langsam kauen, schlucken und dann mein Gesicht damit einschmieren, einmassieren und dann auf die Straße gehen und Gospels singen…Schönes Wochenende!

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About Author

Patrice Fuchs ist 41 Jahre alt, betreibt in Wien ein Umstandsmoden- und ein Designgeschäft, eine Zeitung "Familie Rockt", eine Fernsehshow "Familie Rockt TV", dreht Dokumentationen und unterhält dieses Elternblogportal. Aja und Mama von drei Gschropen ist sie auch.

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