Brot und Spiele

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Fällt der Würfel von allein oder dreht er sich ewig wie ein Kreisel?

Alle reden vom Witschaftlichen Untergang, Krise, reden auch mich langsam mundtot. Seit Monaten versuche ich für mich einen neuen Vertrag aushandeln zu können. ich mag nicht mehr 40 Stunden so arbeiten, ich mag nicht mehr ohne klare Definition „Befehle“ ausführen, ich mag nicht mehr in einem Taubenschlag sitzen, obwohl nein, die Täubchen, die gurren ja zumeist friedlich..

Ich habe ein bewegtes Leben hinter mir, meist unterirdisch buddelnd, dann an der Oberfläche, jetzt im Büro, wieder im Käfig.  Bewiesen habe ich es mir, ich KANN funktionieren, ich halte durch, das ist gut so, denn ich trage Verantwortung

aber das Leben ist kurz und die Welt hat viel Schönes und wenn es Zeit hat, frei zu werden hab ich auch viel Schönes noch in meinem Kopf, nur wenn die kreativen Ideen sich nicht verwirklichen und Schicht für Schicht in mir sich ablagern, vermodern sie und werden irgendwann bestenfalls zu Fossilien, nicht Lebendiges mehr, sondern Mahnmale dessen, was hätte werden können.

Wo ist dieser Grad, den ich suche, zwischen vernünftig sein, aber zur Hölle nicht mehr feige, glaube ich wirklich sowenig an mich oder bin ich Größenwahnsinnig, versteck ich mich hinter diesem Opferleid aus Unfähigkeit zu handeln, kann das gelingen

oder die Therapieresistente Frage,

habe ich nichts anderes verdient?

Ich hasse das, das kleingeredet zu werden, das ständige Arbeiten mit der Angst, mich überwinden zu müssen, zu fordern.

Die Börse spielt sich ab zwischen Angst und Gier, eine Verunsicherung, real oder nicht und schwupps, ich, die ich gar nichts mit Wirtschaft am Hut habe, finde das sehr spannend, diese Mechanismen, reinste Psychologie, unkontrollierbar.

Was kann man beeiflussen, aus was bleibt einem schlicht das Beste zu machen oder zumindest und das ist nicht wenig, wie kann ich mir selbst treu bleiben?

 So sitze ich da, nein es sitzen mindestens 4 Ausgaben meinerselbst hier und führen einen Diskurs übers Für und Wider.

Die Kleine: sei dankbar, sei auf der Hut, bescheide dich!

Die Mittlere: versuche zu verhandeln, übe dich in Diplomatie, sei geduldig, noch ein Bisschen, ein klein Wenig

Die Aduleszente: Hau am Tisch, sag du gehst,jetzt sofort, geh in Bildungskarenz, such dir irgendwo einen anderen Job, riskier es, allem zum Trotz, steh auf endlich!!!!!!!

Die Erwachsene, will heute wissen was Sache ist, 6 Wochen sind genug Geduld, um je nach Antwort den weiteren Weg finden zu können, Entscheidungen.

Dem Kind geht es gut, sie liebt die Schule, nicht alles daran natürlich, aber sie nimmts in Kauf, weil es gehört dazu, in Ihrer Klasse aber, da scheint sie einen Ort gefunden zu haben, der ihr all das bietet, was so ein Alltag braucht.

Anerkennung, Freundschaft,Diskussionen,. Konflikte, aber lösbar, gut zum Stellungbeziehen lernen, Kompromisse einzugehen, Versöhnungen feiern, aufgehoben fühlt sie sich, dort ist ihr Platz. Das läuft von selbst, die Hilfe im Haushalt erledigt sie jetzt beschwingt (haha, aber sie tuts) seitdem ich darauf beharre

und ich beharre jetzt auf dem Recht eine Antwort zu erhalten

auf eine Frage

das ist sicher nicht zuviel verlangt

 

oder?

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5 Kommentare

  1. heut ist wieder keine Antwort zu erhalten, Begründung, man sei heute überfordert..
    sehr beruhigend
    doch einfach aufstehen und gehen?

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