Chelsea Boots und Pasta Burrata

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Mit Zufriedenheit stelle ich fest, dass ich in den letzten Jahren 3 Paar gute Herbst/Winter-Schuhe kaputtgegangen bin. Ich mochte alle drei Paar sehr und alle drei wurden gewetzt, bis zu nicht mehr auseinander gefallen sind. Keine Materialverschwendung.

Aber aus dem selben Grund habe ich keine Herbstschuhe mehr. Ich brauche also dringend schwarze elegante und komfortable Schuhe und am Besten bevor es keinen kleineren oder größeren Lockdown gibt.

Ich bin ohne Luxus aufgewachsen und die teuersten Schuhe, die ich je gekauft habe lagen bei ca. 70€. Am Weg rauf Richtung Mariahilferstraße gehe ich durch den Reimundhof und an einen kleinen Schuhhandel vorbei, der sehr schöne Schuhe anbietet. Nicht billig aber auch nicht ungebührlich teuer. Aber ich ziehe trotzdem weiter zu den Schuhketten und durchsuche ein Geschäft nach dem anderen. Das Ziel sind schlichte Chelsea-Boots. Klassiker, also die man eigentlich immer kaufen können sollte. Es gibt auch viele Modelle, aber die meisten sind grobe Versionen, oft schaut die Sohle nach oben, wie bei Cowboy-Stiefel. Der seitliche Gummi ist zu streng und das Material zu steif. Die meisten kosten um die 120-170€. Die Billigsdorferversion um 30€ sind mindestens genauso unbequem und grob. Sie sind zwar billig, aber tragen will ich sie halt auch nicht.

Chelsea Boots

Also gehe ich kurz vor 19.00 zurück in das kleine Geschäft und die Besitzerin zeigt mit 2-3 elegante schöne Chelsea-Boots um 105€. Ich schlupf rein und fühl mich gleich gut. Heimgenommen. Weiches Leder, nette Linie, flott und feminin. Die teuersten Schuhe die ich je gekauft habe, aber sie werden von mir gepflegt und viel getragen werden.

Zu Hause hab ich die Schuhe gleich imprägniert und am selben Abend vermehren sich die roten Ampeln in Österreich.

Der zweite Lockdown kündigt sich an

Ich habe ein wenig den Eindruck, dass die Regierung darauf hofft, dass die Zahlen vielleicht doch nicht weiter steigen werden. Vielleicht werden ausgerechnet wir verschont? Vielleicht sind wir auserwählt?

Tüllrock

Wie frei werden wir diesen Herbst sein?

Solche Spekulationen sind sehr hinderlich, wenn man für das Krisenmanagement verantwortlich ist. Es erschwert eine vernünftige Abwägung. Die zweite Welle kommt in Zeitlupe auf uns zu und anstatt, diese Monate zu nutzen, scheint die Regierung dieses Zeitfenster als Ticket zum Verdrängen zu sehen.

Pasta Burrata

Im drohenden zweiten Lockdown wird das Kochen wieder eine zentrale Tätigkeit werden. Und die diesen Herbst wird vor allem im Gusseisentopf gekocht.

Hier kommt als kleine Gabe für die Zeit des Zuhausesitzens das allerbeste Pastagericht. Es ist sehr simpel aber sehr sehr lecker.

Gusseisentopf

Pasta mit Burrata

2-3 Karotten

1 Zwiebel

3 Knoblauchzehen

4 Sardelenfilets (gerne in Chilisauce eingelegt)

3 Esslöffel Tomatenmark

300g Pasta

1 Dose eingelegte Tomaten

1 Dose Pastawasser

2 Esslöffel Butter

2 Burratakäse

Salz, Pfeffer, Olivenöl, frischer Basilikum

Zwiebel klein hacken und mit fein geschnittenen Karotten anbraten, bis die Zwiebel weich aber nicht angefärbt sind. Feingehackten Knoblauch und Sardellen dazurühren und noch bissi anbraten, bevor das Tomatenmark dazukommt und dann wird weitergebruzelt bis das Tomatenmark bissi Farbe angenommen hat. Schütte die Tomatendosentomaten dazu und füll danach die Dose mit Wasser und schütt es auch nach (dann ist die Dose auch fast sauber zum Entsorgen). Danach ca. 20 Minuten einkochen lassen – oder länger.

Koche die Pasta sehr al dente, schütte das Pastawasser bis auf eine kleine Tasse weg und vermische das Wasser, die Butter und die Pasta mit der Sauce. Lass die Herrlichkeit noch ein wenig einkochen und serviere sie dann mit einem halben Burratakäse pro Portion on top. Ein wenig Olivenöl drüberringeln macht die Speise noch prächtiger. Achtung: Die langsam einschmelzende Burrata macht ein wenig süchtig.

Pasta Burrata

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