da sein

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um mich rum ist alles auf Reisen, schon weg oder im Reisefieber.

Eine richtet den umgebauten LKW her, Küche, Hochbett, Couch um sich aufzumachen nach Marokko und dann weiter wo der Wind sie hin

weht.

An ihrer Seite ihr Freund seit 17 Jahren, der ihr immer noch bei jedem Anruf ein Lächeln ins Gesicht zaubert

und auch sonst lächelt sie oft.

 

Eine lange Reise haben die beiden schon zurückgelegt

 

Schön wenn zwei den selben Weg gehen ohne sich auf die Füße zu steigen.

Immer wenn ich ein Bild für die Existenz von Beziehung suche, denke ich an sie und auch sonst

oft.

Ich werde sie vermissen.

Eine zieht, wie man lesen kann, durch Thailand, allein. Ich finde das gut und mutig auch, die Reise des Lebens geht man ja immer irgendwie allein, aber ich habe mich nur in Begleitung in die Ferne gewagt.

Dass der Chao Praya (ich müsste jetzt nachschauen, bin aber zu faul) also der Fluss durch Bangkok dreckig sei, wie sie schreibt, das erinnere ich nicht.

Staus ante Mutterschaft fuhr ich stundenlang dort hin und her, es machte mich selig. Ich bin da, ich bin da,

ich bin weit weg.

Da bin ich ganz ganz ganz ganz beeindruckbar, vergessen, dass die Welt mit einem Ticket zu haben ist, vergessen die ausgetretenen Touristenpfade, ich bin da,  eine kleine Christopha Columba entdecke  eine neue Welt

für mich.

Unvergessen die 3 Monate in China, gezehrt daran seit fast 2 Jahrzehnte und niemals vorher und nachher mich so fremd gefühlt

und dort in der Fremde mit meiner Schwester so vertraut.

Die Schwester feierte das Jahr des Pferdes gerade eben dort, nun verheiratet, mit zwei Söhnen die Chinesische Verwandtschaft besuchen.

Ich schaue mir die Bilder an.

Eine macht sich auf nach Istanbul, Praktikum an der Uni, ich werde sie neben mir bei der Arbeit vermissen, auch unsere gemeinsame Reise dauert schon 5 Jahre und einmal sind wir uns auf die Füße gestiegen, seit her passen wir gut auf, auf

uns.

Da werde ich hinfliegen nach Istanbul, eine mir fremde Welt und dann weiter nach Kappadokien, da zog es mich schon immer hin.

Die Welt ist groß, vieles gibt es zu entdecken.

Früher dachte ich naja ab 40 macht das doch gar keinen Sinn, da hat man keinen Spaß mehr.

Aber je weiter die Reise einen zu sich selbst geführt hat

umso mehr sieht man,

wenn man aufhört,

 

sich in allem entdecken zu müssen.

 

Sich als Teil zu begreifen, Zuschauer zu sein, Handelnde

erweitert die Welt.

Das Kind sitzt im tiefen Schnee in Kärnten, die Großeltern feiern Goldene Hochzeit, die 50 Jahre machen sie golden,

mehr als eine lange Reise wird nicht abgefragt.

Selbst wenn mir die Nadel im Heuhaufen begegnet, goldene wird sich nicht ausgehen.

War auch nie mein Ziel,

nebeneinander gehen

 

schon.

 

Funkeln ist mir genug.

Das wäre mein Ei des Columbus

 

und endlich einmal nach New York

vor 30, wie ich schwor, habe ich es nicht geschafft,

was schwört man nicht so alles.

New York wird mein Alter völlig wurscht sein

wie dem Rest der Welt,

der mich nicht kennt.

 

Gute Reise uns allen!

 

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1 Kommentar

  1. meine reise wird auch wieder zu ende gehen. aber die naechste mache ich gern wieder mit dir, chiang mai wuerde dir auch gefallen, und so wie es aussieht muss ich hier bleiben. es gibt keinen bus, keine bahn und nur ein sehr teures ticket hinaus aus dem norden, hin zum sueden. aber eigentlich bin ich gerade erst angekommen – aber die chinesen sind hier. sie feiern das neujahr

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