Derstunken ist noch niemand

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Derstunken ist noch niemand.

Oder doch? Ich lebe schon seit immer im selben Bezirk, das Leben hier hat deshalb manchmal Dorfcharakter, weil immer trifft man irgendwo irgendwen.

Zum Beispiel heute in der Früh an der Bimhaltestellle treff ich die A und den L (12 und 7 Jahre alt, Kinder von Freunden). Ich sag Hallo und wie geht`s und die A sagt eh gut aber ich hab heute Kopfweh und ich sag Oje und hoffentlich wird das bald besser. Aber das glaubt sie nicht, weil bei ihnen in der Klasse ist die Luft immer so schlecht. Und du merkst das erst wenn du kurz am Gang warst und dann wieder in die Klasse zurück kommst. Und auch der 7 jährige L bestätigt das: bei uns ist die Luft so schlecht und wir können ja das Fenster nur kippen.

Echt! frag ich, ihr könnt die Fenster nur kippen, ja wegen der Sicherheit, die Lehrer können das Fenster öffnen, machen es aber auch nicht immer. – Jetzt muss man sagen die A und der L gehen in eine tolle Schule, mit tollen LehrerInnen, sie gehen in dieselbe Schule in der mein großes Kind war. In eine zukunftsweisendes Mehrstufenprojekt für 6-14 jährige. Nur das Gebäude in dem sich die Schule befindet ist alt, Gründerzeit, zwar eh immer wieder saniert, aber alt und anscheinend mit Fenstern ausgestattet die man nur mühsam öffnen kann.

Und jetzt frag ich mich, ist das in allen Schulen so? Warum? Und mir fallt auch ein dass meine Lehrerinnenfreundin U einmal ausgerechnet hat wie viel qm pro SchülerIn zur Verfügung stehen und es war erschreckend wenig bis nix, aber ich hab es mir leider nicht gemerkt.

Auf jeden Fall, jeder der schon einmal mit mehreren Kindern in einem Raum war weiß wie schnell es dort frische Luft braucht. Da können die Kinder noch so sauber sein, (z.b. wenn mein großes Kind Freundinnen zum Schlafen da hat, und diese Mädchen duschen im Moment geschätzte 3 x am Tag, aber in der Früh Fenster auf). Und das sie Platz brauchen:  zum Toben und rennen und sich bewegen, was wieder gut gelüftete Räume oder frische Luft voraussetzt. Und auch wenn einen selber das Getobe und Gerenne manchmal nervt (und das Gestinke erst), aber den Platz und die Luft dafür brauchen sie. Und haben sie davon genug in der Schule, im Kindergarten, daheim, in ihrem Grätzel?

Über das alles denk ich auf dem Weg in die Arbeit nach. Und darüber das bei allen Forderungen nach einem neuen Bildungssystem anscheinend auch noch immer die alte Forderung der ArbeiterInnenbewegung nach Licht, Luft und Sonne gilt!

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1 Kommentar

  1. Tja 15 Leute in einem Büro ist auch weit entfernt von Channel, die fenster kann man zwar öffnen, aber bei irgendwem zieeeehhhhhhts immer sofort. Zumindest Turnen wir nicht zwischendurch und zumindest Altersmaessig sind alle aus den Kinder und pubertätsschuhen herausen. An den Gestank kann ich mich zwar auch nicht gewöhnen, mobbendes gezicke ist aber noch giftiger, dagegen gibts kein Arbeitsrecht, grrr Kommentar Post 1 Tag auf der Stegreifbuhne in zell am ziller

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