Ist mir wurscht

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Ist mein Mandala, am Anfang fiels mir gar nicht auf, doch mit der Zeit. Wurscht, Wurscht, Wurscht.

Damit halte ich mir Banalitäten vom Leib, ersticke gleich zu Beginn meine Gebetsmühlenartigen Gedankenkreisel, vielleicht nix für Veganer, aber sorry, das ist mir wurscht. Ich hab keine Rehbeinchen, zieh ein kurzes Kleid an, weil ja genau, es ist mir Wurscht. Ich Sitz im Grossraumbuero, Big Brother überall, ich sag was ich mir denk, denn…manchmal sollte ich small talken aus Anstand, aber es ist mir Wurscht, in meinem Alter sollt ich Beige tragen und mich bescheiden, Klassikuniform, auch hier… Ich sollt den Kopf senken, Autoritäten anerkennen, zumeist aber ist mir das Wurscht. Nur was gescheit und groß ist, groß genug zu wissen, dass niemand alles wissen kann und mitfühlt, statt sein Recht zu sprechen, vor dem ziehe ich meinen Hut.

Ich mag Vieles, anerkenne Manches, halte Ausschau nach Vorbildern, freu mich über das Gelungensein der Anderen, liebe das seltene Kleinod der Verbundenheit. Ärgern kann ich mich lautstark, aber nicht immer wieder über das Selbe oder Gleiche, das langweilt mich…

Sparsamer verwende ich die Reaktion auf das Außen, mein Innen ist mir heilig, auch wenn’s manchmal haargerauft zugeht, so schaut’s aus.

Gespräche mit meinem Kind liebe ich, naja wir kennen uns gut und auch wenn wir uns nicht gleichen, unser Humor eint uns, zumeist. Die erblühende 13 jaehrige will bei 0 Grad mit Schläppchen zur Schule. Früher dozierte ich über Nieren, Blasen und wenn gar nichts mehr ging, Gefrierbrand. Alle haben Ballerinas an und so dozierte sie zurück, erschöpfend. Heut sag ich, ist mir Wurscht und sie trottet, widerwillig aber winterbeschuht aus dem Haus.

Paedagogisch wertvoll?

Ist mir Wurscht

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