Soap – Familie und Pressetexte

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Die letzten Tage waren richtige Pisstage! Wir haben einige Filmprojekte laufen und müssen viel organisieren und auch kaufen. Aber egal was wir für unsere Kamera bestellen, es kommen nur beschädigte Teile mit der Post an und die Verkäufer wollen sich dann nicht melden. Eine andere Firma, bei der wir bereits im Vornherein bezahlt haben, hat sich als Betrügerfirma entpuppt und wir müssen jetzt über den Konsumentenschutz klagen. Und am Wochenende wurde im Popshop eingebrochen und Geld und Geräte gestohlen…Ich könnte jetzt noch ein paar Dinge aufzählen, die eine Atheistin wie mich dazu bringen an einen Antigott zu glauben, aber ich lasse es. Weil es ist nicht gut fürs Karma. Und dann widmet man sich einer Sache nach der anderen und versucht zu retten was zu retten ist, und plötzlich lösen sich die Probleme mit leichtem Abschlag auf. Heute bin ich schon fast wieder im Plus.

Lachhafte Pressetexte

Und dann kriegt man wieder Dinge zum Lachen. Zum Beispiel: die Cranio Sacral Gesellschaft. Die muntert mich auf. Schicken mir eine Presseaussendung mit Eigenwerbung, von der sie sich erhoffen, dass sie von möglichst vielen abergläubigen JournalistInnen aufgegriffen wird. Und am Ende des Textes steht:

„Abdruck für journalistische Zwecke honorarfrei.“ Da muss ich so viel lachen. Das ist aber nett, dass es nichts kostet für diesen Berufsberband Werbung zu machen. Als ob es für irgendwelche Texte im Netz einfach so irgendwelche Honorare gebe!? JournalistInnen kriegen ja kaum Geld, wenn sie einen recherchierten Artikel schreiben! Und wieviele Texte stehen im Internet, für die sich NIEMAND interessiert. Wieviele Pressetexte werden jeden Tag geschrieben, die NIEMAND veröffentlichen wollte, auch WENN sie ein Honorar dafür BEKOMMEN würden. Allein ich lehne ca. 3 Texte die Woche ab.

Und ich hab auch gleich nach einen Interviewtermin mit der Präsidentin des Verbands gefragt. Ich kann aber nicht versprechen, ob der Artikel am Ende als „Werbung“ taugt, aber er wird jedenfalls zu einem journalistischen Zweck erstellt werden.

Und jetzt möchte ich euch ein paar Dialoge mit meinen Familienmitgliedern wiedergeben, damit ihr versteht in was für einer Soap-Welt ich lebe.

Fritzi

Wir sitzen bei einer lieben Freundin, die vor zwei Tagen ihren Vater verloren hat (dieses Jahr haben viele um mich herum Elternteile verloren. Die lustigen Partyjahre der 30jährigen LangzeitstudentInnen, in denen die Hauptsorge war, ob man Karten fürs Frequency bekommen würde, sind defenetiv vorbei.). Ich frage sie welchen Gegenstand aus Papas Haus sie behalten wird. Fritzi daraufhin irritiert: „Warum sollte sie was von ihm mitnehmen?“ Ich: „Wenn jemand stirbt, behält man sich einen Gegenstand, der einen an diesen Menschen erinnert.“ Sie kopfschüttelnd: „Ja aber wozu? Glaubst du, sie wird sich nicht an ihren Vater erinnern?“ Punkt.

Lenni

Er: „Ich will erst spät Kinder haben.“ Ich: „Warum?“ Er: „No kids – Double income.“ Dann lacht er mit einem Glitzern in den Augen.

Micke

Wir liegen im Bett und ich surfe herum.

Ich: „Das ist ein lustiger Satz: If the panties fits the bra, it wash´t your decision, that you would have sex tonight.“ Er: „Warum? Warum sollten sich nur diese Frauen Sex holen können, wann sie wollen?“ Ich: „Was? Welche Frauen? Wie meinst du?“ Er: „Na, der Satz sagt aus, dass nur die Frauen sich Sex checken können, wenn sie wollen, wenn ihr Busen so groß ist wie ihr Popo, oder?“ Ich: „Hä!? Was redest du? Das bedeutet: Wenn Frauen darauf achten, dass der BH zur Unterhose passt, dann hat sie was vor! Es geht um den BH und um die Unterhose. Nicht um das was drinnen ist im BH und in der Unterhose!“

Ringe und Reisen

ringe

Heute habe ich meine linke Hand upgedated (auf der rechten trage ich keinen Schmuck). Ich habe einen 80er Jahre Ring von meiner Schwiegermama bekommen und mußte ihn größer machen. Heute wurde er fertig. Jetzt ist die Ringfamilie fast komplett. Einen für Lenni, einen für Micke und einen für Fritzi. Brauch noch einen für die Kleine.

Und in knapp 10 Tagen ist diese Familie ganz woanders. Ein kleiner Tipp wohin es geht:

dollar

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About Author

Patrice Fuchs ist 41 Jahre alt, betreibt in Wien ein Umstandsmoden- und ein Designgeschäft, eine Zeitung "Familie Rockt", eine Fernsehshow "Familie Rockt TV", dreht Dokumentationen und unterhält dieses Elternblogportal. Aja und Mama von drei Gschropen ist sie auch.

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