Podcast Miteinand! Soziale Medien und Werbung

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Joan Hoban und Verena Mather im Podcast mit Patrice Fuchs

Werbung hat es immer gegeben und Firmen haben seit eh und je auf allen möglichen Wegen versucht ihre Zielgruppen zu erreichen. Heute müssen sich Unternehmen verstärkt Gedanken machen, welche Verantwortung sie in ihrer Wirkung auf die Gesellschaft tragen. Denn den KonsumentInnen ist es nicht egal, wenn eine Marke Lebensstile unterstützt die für die Gesellschaft nachteilig sind. War es viele Jahrzehnte lang sehr hip, einen Cowboy mit einer Zigarette im Mundwinkel über die Prärie reiten zu lassen, um möglichst viele Zigaretten zu verkaufen, würde man das heute als unverantwortlich einordnen. 

Nur jene Firmen, die in Zeiten von neuen Medien den Kontakt mit den Menschen nicht verlieren und sich vernünftig dem Lebensstil der Gesellschaft anpassen, werden nachhaltig erfolgreich haben.

Teens bilden in sozialen Medien eigene Peergroups und laden Erwachsene nicht dazu ein

Was Teens auf Snapchat, Instagram oder Youtube konsumieren und produzieren, wird gewöhnlich nicht an uns Erwachsene weitergetragen. Wir müssen uns schon für sie und ihre Welt interessieren, um zu verstehen, was sie bewegt und wie ihr Humor funktioniert. Ihre Youtube-Helden zu verlächerlichen oder als kindisch abzutun, ist weder angemessen noch begründet. Hinter jedem Trend steckt eine Logik. Was uns kindisch vorkommt, kann tröstlich sein oder spannende Aspekte des Coming of Age reflektieren. 

Teenager erreichen wir heute ausschließlich über soziale Medien

Es gibt keine einfache Formel für Firmen, wie man via sozialen Medien die junge Zielgruppe erreichen kann. Es reicht nicht, sich von einer Agentur die fünf größten Influencer nennen zu lassen, damit sie einige Wochen ihre Follower mit dem Firmenlogo fluten. Die Kommunikation mit Teens ist anspruchsvoller und erfordert Kreativität und Engagement.

Die Welt der sozialen Medien ist teilweise auch eine Scheinwelt

Nur weil jemand viele Follower hat, heißt das nicht, dass diese Person wirklich werbewirksam ist. Und nicht jede Kampagne in den sozialen Medien die viel Resonanz erhält, erreicht auch die Menschen, die man erreichen will. Likes und Klicks allein sagen nicht alles darüber aus, ob eine Werbung wirklich wirkt. Gleichzeitig schauen viele Unternehmen viel zu wenig in die Statistik. Auch in den sozialen Medien braucht es Analyse und Qualität im Dialog. 

Hinter jeder Kampagne stehen Menschen

Firmen sind keine konspirativen Vereinigungen. Jede Firma hat eine Marketingabteilung in der Mediaplaner, Grafiker und PR-Fachleute arbeiten. Die besten Profis können Fehler machen. 

Wie gefährlich ist ein Shitstorm für sie und für die Firma? Wie kann man einen Shitstorm am Besten abwehren?

Manchmal ist keine Werbung die beste Werbung

In den meisten Schulen stehen Getränkeautomaten. Sie sind mit Eistee und Limonaden gefüllt. Aber nicht aus dem Hause Coca-Cola. Denn Coca-Cola hat schon vor längerem entschieden, keine Werbung direkt an Kinder zu richten. Seit kurzem werden von Coca-Cola auch an weiterführenden Schulen keine Getränke mit Zucker angeboten. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Wie man mit Zielgruppen und sozialen Medien umgeht, was schief gehen und wie man es #Miteinand besser machen kann, erzählen uns in dieser Episode:

Joan Hoban – @joanalistin, Instagram
Verena Mather – Digital Commerce Manager, Coca-Cola

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