wien

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ubahn

war grad viel in wien unterwegs und auch in der ubahn und muss mal wieder konstatieren: wien ist ein trauerspiel. die faden gesichter, das rücksichtslose rempeln und das desinteresse am anderen. danke dass es smartphones gibt, dann muss sich die leute nicht die ganze zeit anschauen. das hauptproblem ist, glaub ich, dass die leute nicht in die krippe gegangen sind, um den umgang mit anderen menschen zu lernen. die eigene familie ist gut und die welt da draussen intressiert uns nicht.
und bitte was soll die ubahn-durchsage auf der landstrasse bedeuten?! jedes mal wenn ich mit U3 in die station einfahre, frag ich mich: was heisst das? ‘change the city airport train’. was soll ich bitte an dem airport train ändern!?

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7 Kommentare

  1. Sicher ist es anders in Stockholm (mein Vergleich weil ich dort aufgewachsen bin) aber ich finde nicht dass die Menschen da mehr auf dich zugehen als hier (was ich auch nicht immer will, ich bin nicht in der Ubahn um neue Freunde zu finden). In der Ubahn ist jeder in seiner Welt. Weiss aber das die Freundinnen die in Schweden schwanger sind, genau so wenig einen Platz angeboten bekommen wie diejenigen in Wien.

    Das Rempeln (vor allem das einsteigen bevor die Leute ausgestiegen sind!!) ist aber schon hier ein wenig ärger, das stimmt schon. Trotzdem, mit dem Handy ein Foto machen und darüber “motschgern” ändert auch nichts 😉 (nicht so ernst nehmen, ist immerhin ein gutes posting dass zum Kommentieren bewegt).

  2. Wie woody allen lange nie manhatten Verlies, so geht’s mir Grad in Wien. Betriebsblind vielleicht, vielleicht aber der Versuch nicht resigniert mitzugranteln, anlaesse hierzu zu Hauf, Beispiele en masse uns allen bekannt. Ich glaube, dass es schlimmer geworden ist mit den phones Smart oder nicht, dier Respekt und wahrnehmungsverlust, intimste gespräche lautstark , die andern komplett negiert, Verlust des intimen, weil das die Feinheit des differenzierens zw Nähe und Distanz voraussetzt und während Genitalien schämlos der ganzen Bim beschtieben werden, hingelummelt am Sitz ist die alte Frau nicht mal als Ohr vorhanden… Ob das überall so ist?

  3. Seh das echt nur ich so harsch? Ich war letztes jahr in der eisigen Periode in Stockholm und fands bei weitem nicht so triest. Aber auch in London, Berlin oder NY find ich die Stimmung netter (in Berlin am wenigsten). In London weichen sie dir genauso aus wie du ihnen und entschuldigen sich auch, wenn sie nicht schuld sind. Hier rennen sie in dich hinein, obwohl sie von der Ferne schon sehen, dass du da stehst und schreien dann beleidigt `Aua!´.
    Und nachdem Österreich immer noch die zweithöchste Selbstmordrate Europas hat, werd ich doch nicht gar so falsch liegen. Aber Admin Assi gehört natürlich zu den wenigen besonders freundlichen Wienern!!!!

    • Danke 🙂
      ok, hier sind wohl 2 dinge vermischt worden…
      Ich weiche diesen wapplern immer aus und denk mir meinen teil, ich grüsse auch und versuche mich angemessen freundlich zu benehmen, ist selbstverständlich. und wenn mich die alte schachtel im bau nicht zurückgrüßt obwohl ich 10 jahre hier wohne mach ich schon mal laut “muuuuhhh!”. aber in der ubahn bin ich meistens froh wenn mein gegenüber nicht ins händy plärrt oder ich mir irgendeinen schwachsinn anhören muss der mich nuss interessiert. manchmal ists auch lustig, keine frage. und vor smartphones gabs mp3-player und davor walkmen und ich verwende nichts davon weil ich dann doch schon mitbekommen will was rund um mich passiert, allein der paranoia zuliebe.

  4. ein Unrecht und noch ein unrecht, macht 2 mal Unrecht, will sagen, mit dem Argument, dass es woanders auch nicht besser ist, kann man zwar alles kommentieren, es ändert, aber nix. Ein Fehler löscht den anderen nicht. Der Alltag kann stressen, komisch sein, manchmal reißt es schon meine billakassiererin raus, die mir ohne Vorteilskarte lachelnd den Rabatt gewährt, einfach weil ich sie anlaechel, mit dem Kind plaudere und sie nicht als Funktion, sondern als Mensch betrachte. Das sind die Dinge, dies vertrauter machen, das Leben im Ach so anderen Wien. Die minilaechelaugenblicke, mehr davon, ein Netz der wertschaetzung, spuren von Humor im hamsterrad, der beste Schutz, die rempler, rempler sein zu lassen. Wenns gar nicht mehr geht, ruhig mal wütend und trotzig aufstampfen, ironisch lautstark zu kommentieren,um dann die trafikantin herzlich zu begruessen..

  5. Lächerlich! Wie oft erlebst du den Alltag in anderen Städten? 2 Wochen im Urlaubshigh?
    “Geh doch nach Berlin…” sangen schon Angelika Express….
    oder Schweden oder Goa, wo alle Menschen sich liebhaben.

  6. Naja, in Stockholm ist es jetzt nicht sooo viel besser und da sind die meisten ab 1 Jahr im Kindergarten gewesen, so leicht lässt sich das nicht lösen 😉 Ich fahre tagtäglich und muss mich auch ärgern, habe aber auch gute Momente erlebt. Mal so, mal so..

    Aber die Durchsage ist lustig, frag mich echt warum die den Mann der alle Durchsagen macht ( noch immer obwohl er in Pension ist) statt gerade da einen native speaker zu nehmen. Weil die Touris verstehen das wienglish sicha ned 🙂

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