Karenzpapaartikel

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Was hast du jetzt gegen den Karenzpapaartikel (http://derstandard.at/1361241065398/Ueber-Vaeter-Toechter-und-Karenzgeschenke), fragt mich die deutsche J letzten Freitag beim Mittagessen. -Pffffmühsam was interessiert mich ob der gut brei machen kann, und das sollte er egal ob in karenz oder nicht und solange es solche ganzseiter über papis braucht die durch wien mit dem kinderwagen fahren und wie süß nicht ihr butzi ist was interessiert mich das und solange nicht gleichzeitig ein ganz seiter über eine frau die das selbe weil das sind 95%der fälle aber das intressiert ja keine sau…., leg ich los.

Und die deutschte J sagt: Schatz, krieg dich ein! Hier geht’s ums Bewusst machen und die Debatte am Laufen halten und das tut man so und der Typ jetzt der ist doch eh ganz sympathisch. -Naaha, setz ich schon an, aber da spricht die deutsche J weiter, sagt was Sie zu sagen hat  und das finde ich dann doch sehr bemerkenswert.

Die deutsche J sagt: Ich hab mich eigentlich bei diesem Artikel mit dem Vater identifizieren können. Vor allem bei der Stelle wo er darüber spricht, wie ihn am Spielplatz die anderen Mütter links liegen-
…paaahhhh, das war ja der Oberschas eine runde mitleid und bitte reden wir am spielplatz dauernd über die gschroppen, neihen und sitzen wir nicht eher mit dem rücken zu ihnen…

-Schatzi, jetzt aber echt, mahnt mich die deutsche J und spricht weiter: Weißt du, und ja du weißt das, aber jetzt nochmal: mir ist es nach der Geburt meines Sohnes auch so gegangen. Wann immer ich unter Müttern war hatte ich das Gefühl die ham den totalen Durchblick und auf jede Frage eine Antwort. Die Kinder sind der nie versiegende Quell der Freude und des Gesprächs, und ich bin mir vorgekommen, ein bissl wie eine Außerirdische, weil ich hatte keinen Plan und die Frage was will der kleine Kerl da jetzt eigentlich von mir, die hab ich mir nicht nur einmal gestellt. Und ihr alle anderen ihr habt gewirkt wie die Souveränität in Person, diese Geburtsposition da, das Gewand dort, die Kugerl hier und Pastinake zuerst. Und das fast alle anderen auch fertig und ratlos und genervt sind, das kriegst du ja dann erst heraus wenn du anfängst zu reden, jetzt über Spielplatzquaqua hinaus. Zumindest ist es mir so gegangen. Und somit denke ich, dieses Thema, Schatzi lässt sich jetzt nicht auf Frauen hier, Männer dort reduzieren. Hier geht’s um  Sozialisation und was Gesellschaft von uns erwartet. Aber eh du hast recht, wo noch immer der Großteil der Frauen und Mädchen aufs Mama sein hinsozialisiert werden, da ist ein Karenzpapa noch immer was Besonderes und das eine Mutter vielleicht ähnlich fühlt kommt eher nicht vor. Egal wo die Debatte geführt wird.

J, sag ich, du bist gescheit und du hast auch recht mit deiner Analyse.Trotzdem find ich, nach jedem dieser PapisuperKarenznartikel gehört ein Verweis auf die aktuelle Statistik, und die Frage würden wir eine Karenzmutter auch soviel Platz geben um ihre Situation zu schildern!

OK, sagt die deutsche J, und was ist teil ma uns eine Panna Cotta?

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