Apropos letzter Blogeintrag

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In meinen letzten Blogeintrag wollte, ich euch auf die Probe stellen. Und ihr habt diese Probe nicht bestanden. Wenn ich eine Brille aussuche, mit der ich die nächsten Jahre jeden Tag unglücklich sein werde, muss zumindest eine Person einen Shoutout machen! Nein! Patrice, kauf NICHT diese Brille! Sie wird dein Unglück sein!

Aber das war natürlich eh nicht die Brille die ich ausgesucht hatte, sondern diese ist es geworden.

brille

brille

Bisschen 60er Jahre und auch bissi modern. Erst wollte ich eine Hipsterbrille nehmen, aber darin sah ich aus, wie ein Hipster.

Ich habe heute einen gewöhnlichen 12 Stunden Tag hinter mich gebracht. 7 Uhr aufstehen und dann ab die Post bis 19.00. So weit ich konnte, habe ich parallel Podcasts gehört. In der U-Bahn, im Auto, beim Geschäft aufräumen, Listen schreiben, nach Hause gehen und schließlich beim im Bad liegen, habe ich Podcast gehört. Weil Freitag ist wollte ich mir ein langes heißes Bad mit Gesichts- und Fusspeeling gönnen. Und nachdem ich noch nie in meinen Leben ein Bad bei Kerzenschein genommen habe, dacht ich mir heute `ich gehe full in´ und zünde ein paar Teelichter an.

badewanne

badewanne

Daher war mein Tag heute erfüllt von komischen Ideen und Geschichten, die ich in den Podcasts gehört habe.

  • Eine These zweier schwedischer Journis: Kleinen Kindern, die zb beim Kasperltheater vom Kasperl was gefragt werden und die nicht nur einmal kurz antworten, sondern viel zu lange und ungefragt uninteressantes Zeug über das Krokodil oder den Pezi reden, das alle aufhält und niemanden interessiert, nur weil sie es cool finden, ihre eigene Stimme zu hören, muss gesagt werden, dass sie dann mal den Mund halten sollen, weil es niemanden interessiert, damit sie später nicht unerträgliche Egomanen werden. Im Moment sei das vielleicht erschreckend für sie aber auf lange Sicht sehr hilfreich. Der eine erzählte, dass er auch so ein unsympatischer lästiger Knirps war als Kind. Seine Eltern fanden das süß, aber nicht Clown Hassan. Clown Hassan hat ihn also vor allen anderen Kindern aufgefordert, still zu sein und die anderen nicht zu stören. Haha! Super Clown!
  • Anekdote aus einem anderen Podcast: Eine Frau läuft im Sommer 1975 in New York in Tom Waits rein und fragt verzweifelt:`Is this the place where the clocks are?´ Tom Waits verwundert:`What?´ Sie insistierend:`Is this the place where the clocks are??!!´ Tom Waits verstehend:`Yes, it is.´ Sie skeptisch:`And who are you?´ Tom Waits erklärend:`I´m father time.´ Sie umarmt ihn erleichtert:`Oh, daddy!!!´ Eine liebe Geschichte. Und immer wenn ich solche Geschichten höre, denke ich an meine USA-Aufenthalte zurück und an die vielen argen Leute ich dort kennengelernt und arge tolle Abendteuer die ich erleben durfte und dann denke ich immer an WienerInnen die sich über die Prüderie der Amis aufregen und frage mich:`Waren die jemals in den Staaten oder reden sie nur nach, was sie irgendwo gelesen haben?´. Vor allem sind viele von denen, die sich über die amerikansiche Prüderie aufregen, selber ziemlich prüde. Also, natürlich gibt es eine amerikanische Prüderie. Aber es gibt genauso eine unermässliche österreichische Prüderie. Und vor allem gibt es in den Staaten die amerikanische menschenfreundliche Crazyness, die man aber bei uns nicht findet. Und die ist himmlisch viel wert. (Ich muss wieder hin!!!)
  • Männernöte zweier anderer Journis: Sie erzählen von ihrem Neid auf Frauen. Wenn sie zb auf Pärchenessen sind, kann es passieren, dass sich ein Männer und ein Frauentisch bildet. Während die Männer vor sich hin plaudern, hört man vom Frauentisch pausenlos lautes herzliches und freies Lachen. Die Frauen haben einfach viiieeeel mehr Spass als die Männer. Der eine sagte, deswegen pickt er dauernd bei seiner Frau und deren Schwestern, wie ein Parasit, weil er sich was von ihrer freien frechen Laune abschneiden will. Und ich kann das bestätigen. Wir Frauen lachen viel mehr und wilder und kesser, als ihr Männer.
  • Und weil wir schon bei Frauen sind, poste ich noch was verspätetes zum Frauentag:
frauentag

frauentag

 

“In 1921, early suffragettes often donned a bathing suit and ate pizza in large groups to annoy men…it was a custom at the time”

Das hab ich von hier.

Absolut Patrice ist ein elternblog auf www.familierockt.com und richtet sich an alle Mütter und Väter und auch solche die keine Kinder haben:-)

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About Author

Patrice Fuchs ist 41 Jahre alt, betreibt in Wien ein Umstandsmoden- und ein Designgeschäft, eine Zeitung "Familie Rockt", eine Fernsehshow "Familie Rockt TV", dreht Dokumentationen und unterhält dieses Elternblogportal. Aja und Mama von drei Gschropen ist sie auch.

Keine Kommentare

  1. kurzer shoutout gegen kulturpessimismus: ich war zwar noch nie in den usa (obwohl ich dort gerne hinfahren würde und obwohl ich mich schon ganz lange ganz intensiv mit der dortigen kultur beschäftige – um´s kurz zu machen: ich fahr dort aus den gleichen gründen nicht hin, wie ich auch nicht nach china, nicht nach nordkorea, nicht in die arabischen emirate fahr, also aus politischen, humanistischen gründen) aber als umtriebiger mensch kommt man dann ja trotzdem mit den exil-menschen von dort in kontakt und ich glaube, zumindest erahnen zu können, was du mit “menschenfreundlich crazy” meinst. dass das hier seltener ist als dort – ok. dass es das hier überhaupt nicht gibt bzw. geben soll: nein! das können die italienerInnen, die franzosInnen, die kroatInnen und die deutschen, und ja, das können sogar wir ösInnen, menschenfreundlich crazy sein! lg gilbert

  2. Also als ich den Post von der Brille las und das Foto sah dacht ich nur WAS? Und das ist ja gar nicht ihr Stil! Aber sagt man das einer Person, die grad Geld für eine neue Brille ausgegeben hat und sich darüber freut (oder es zumindest vorgibt 😉 )? Nun gut man hätte es verpacken können in ein: ” Ich hätt nie gedacht, dass dir so eine Brille gefällt” oder so….
    Bei den Amis und den Österreichern geb ich dir ganz klar Recht!

  3. Mädel, du hattest geschrieben, dass du die Brille schon gekauft HAST. Schlechte Ausgangslage für ein Überlegs dir nochmal, nimm eine andere.
    Nachdem ich große Erfahrung mit Leute unglücklich machen, indem man sie mit der Wahrheit konfrontiert, hat in den letzten Jahren auch ein learning rausgeschaut: mach Menschen nicht wegen Dingen unglücklich, die sie nicht (mehr) ändern können.

  4. Hm, das kommt darauf an, wie man den Test definiert. Was weiß ich schon mit was du dich wohl fühlst? Und als völlig unhippe Person, was weiß denn ich schon von deinem Stil?
    Ich weiß nur, dass du welchen hast
    und darauf vertraue ich immer!

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