Die Kinder wollen ein Baby

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Es ist in dieser Familie so: bei den kleinen Entscheidungen des Alltags haben wir eh schon längst kapituliert.

Unsere Kinder kriegen kurz vorm frisch gekochten Abendessen, das die Mutter nach verrichteter Lohnarbeit liebevoll und flott zubereitet hat, noch schnell einen Keks, eine Reiswaffel, ein Müsli, weil sie jäääähetzt! sofort! Hunga! haben.

Sie (hier das jüngste Kind)dürfen die Tennispatscherln anziehen, weil der Weg zum Kindergarten eh kurz ist und es nicht regnet oder schneit, obwohl die Mutter eigentlich findet das Herbstzeit feste Schuhzeit ist.

Sie (hier das mittlere Kind) darf sich zum Frühstückstisch setzen und neben ihrem Tellerchen auch gleich ein Heftl parken und nebenbei anschauen. (In dem Fall, nicht was du jetzt denkst Prinzessinenschas, nein das Kind hat die Asterixsammlung des Vaters entdeckt und steht jetzt auf Asterixhefltn, obwohl sie soweit ich weiß noch nicht lesen kann).

Von so Peanuts wie Fernschauen was sie wollen, die Eltern schimpfen, sich nicht selber anziehen aber die Mutter mit Gekreische und Verachtung strafen wenn das falsche Gewand angezogen wird, von der Zahnärztin wieder heim geschickt werden, weil ich mach den Mund sicha!nicht! auf! brauch ma gar nicht reden. Du kennst das.

Aber dann, aber dann wollen die Kinder hier bei Grundsätzlicherem mitreden.

Denn wie wir letztens beim Abendessen sitzen, und zufällig der Tag ist an dem D und ich uns vor 9 Jahren verliebt haben und das den Kindern in Kindergerechtersprache erzählen und uns mit ihnen ein bissl darüber freuen wollten, dass sich ihre Eltern vor 9 Jahren das erste Mal geküsst haben… schreit das mittlere Kind: Ja!Und dann habts ihr geheiratet und uns bekommen! Und jetzt wollen wir noch ein Baby!
-Ja wir wollen noch ein Baby Mama, schreit auch das jüngste Kind!- Und das Baby soll aber ein Bub sei, unterstreicht das mittlere Kind lautstark! -Aber der Bub, der aus deinem Bauch kommt soll schon groß sein, kein kleiner Bub, brüllt das jüngste Kind. Während sich beim Gedanken an die Geburt vom großen Bub mein Unterleib verkrampft, reden die Kinder munter weiter. Das mittlere Kind holt das Buch „Peter, Ida und Minimum“ (Danke U!) um uns genau zu zeigen wie das mit dem Bub machen jetzt funktioniert.

D und ich grinsen uns an, und ohne Worte: Sicha nicht! Hier dürfen die Kinder nicht mitreden! Naaainnnnhen! Das entscheiden schön wir Erwachsenen! 3 Mädchen sind super und genug. Leider, leider Mausis kein großer Bub! Da könnts ihr euch wünschen was ihr wollts!

…Und ganz im Geheimen: es würd ziemlich sicher eh wieder ein Mäderl ….wobei da hätt ich gar nicht so viel dageg…

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