Gender-News: Laptop für Frauen und Frauen im US-Wahlkampf

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Fujitsu hat sich entschlossen Frauen als Zielgruppe ernster zu nehmen. Männer dominieren zwar immer noch die IT-Branche aber der Content im Netz wird vor allem von Frauen erschaffen. Also brauchen sie auch ein passendes Gerät.

Was aber ist ein passendes Gerät in den Augen der Fujitsu-Ingenieuren?

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Erstens einmal muss der Look passen. Den Frauen-Laptop gibt es also in `elegant white´, `luxury brown´und `feminine pink´. Ist auch nichts dagegen einzuwenden. Manchen Frauen wird dieses Design sicher besser gefallen als gebürstetes Aluminium oder ein schwarzes Stahlgehäuse. Dann zum Namen: `Floral Kiss´. Also, Blumenkuss. Gut, etwas lieblich aber was soll´s. Soll so sein. Und jetzt zur Funktionalität. Was macht den Floral Kiss-Laptop zu einem echten Frauengerät?

Nehmen wir mal die Tasten. Die sind bitte nägelfreundlich beschaffen. Angeblich fällt das Tippen mit langen Nägel auf diesem Laptop besonders leicht. Und außerdem: Der Floral Kiss hat nicht nur ein Scrapbook und ein Tagebuch vorinstalliert, sondern auch – tatatataaaa – ein automatisiertes Horoskop! Darauf haben Frauen die letzten 30 Jahre gewartet! Wie konnten sie nur die ganzen letzten Jahre ohne Horoskop am Bildschirm leben?! Passend zum Laptop kommt übrigens auch eine Schmuckkollektion auf den Markt. Das nennt man im Fujitsu-Vorstand dann wahrscheinlich femininen Hardware.

Ganz andere Kampagnen führen Frauen gerade in den USA. Denn Aussagen des republikanischen Senatskandidaten von Missouri, Todd Akin, über Abtreibungsrechte nach einer Vergewaltigung haben in den Staaten für Empörung gesorgt. Während Mitt Romney Abtreibungsgegener ist, aber in Falle von Vergewaltigung oder Inzest gnädig eine Ausnahme machen würde, bleibt Akin auch da eisern. Er möchte Abtreibung in jedem Fall verbieten. Schlecht für die Republikaner: Der Ausgang der Senatswahl in Missouri gibt womöglich den Ausschlag dafür, ob die Demokraten oder die Republikaner künftig die Mehrheit in der zweiten Kongresskammer haben. Weibliche WählerInnen kann man so nicht gewinnen, aber gegebenenfalls politisch aktivieren.

Wie zum Beispiel Lesley Gore. Die Kultsängerin rockte in den 60ern mit ihren Hit “It´s my party” die Tanzböden. Späterbekannte sie sich zu ihrer weiblichen Lebenspartnerin und wurde Bürgerrechtlerin. Jetzt hat sie ihren Song “You don´t own me” neu interpretieren lassen und das Video geht gerade rund um die Welt. Und zwar dank den vielen solidarischen Frauen, die auch ohne Frauen-Laptop sehr aktiv in den sozialen Medien sind. Weil Familie rockt – aber nur wenn wir uns selber für Familie entscheiden dürfen.

 

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