Kinder

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Der Vater meines großen Kindes ist nicht mein Mann und der Vater der 2 kleineren Kinder. Wir sind seit über 8 Jahren kein Paar mehr und die Zeit die wir eins waren war auch eher wild (man kennt das, wir sind jung und je nach Musikgeschmack fühlen wir uns wie Sid &Nancy oder Kurt & Coutney oder was weiß ich). Mit 19 Jahren bekommen wir ein Kind das wir trotz allem immer gemeinsam groß ziehen. Wir schaffen nach der Trennung kein Halbe Halbe aber zumindest ein 1/3 zu 2/3. Leicht war das nicht, sondern Arbeit, Arbeit, Arbeit und sich wenn das Kind dabei war,  und dem Kind zuliebe die Wut, die Enttäuschung, den Frust, die Trauer zumindest fast immer zu verkneifen kein leichter Weg.  Aber wir sind ihn gegangen und haben die Arbeit gemacht und geschafft und das Kind ist (fast immer) prachtvoll! Das fällt mir jetzt alles deshalb ein weil im Moment immer diese Väter Rechts Sache durch die Medien geistert, die mich aufregt! (s. auch guter Falter Artikel von Sibylle Hamann vor einigen Wochen) Und ich habe eine Theorie, die ist zwar Laiinnen Hobby Psychologin aber trotzdem: Ich bin mir fast sicher, so wie sich Papas von Beginn an und während ihrer Beziehung um die Kinder kümmern, so gehts dann auch (trotz  Schmerz und Entäuschung und Frust und Erleichterung,…) nachher weiter. Auch die Feldforschung im Freundinnenkreis unterstützt diese Theorie: Die Papas die schon vorher eher nur Wochenende und kaum Versorgungsarbeit waren die schaffen es nachher auch nicht. Und bei mir keimt der Verdacht auf , dass bei denen nach einer Trennung einfach der “ich will haben” Reflex ordentlich loslegt. Den Papas die sich engagiert um ihre Kinder  gekümmert haben (sie gewickelt, gefüttert, geschneuzt, gekampelt, in der Früh selbständig zusammenpassendes Gewand raus gesucht haben ,…) und denen nach der Trennung die Mutter die Beziehung zum Kind erschwert mag ich nicht Unrecht tun. Das sie in großer Mehrheit exisitieren glaub ich nicht.

Nur die Mühe sich voll und ganz um seine Gschroppen zu kümmern, Hausarbeit und Care Work endlich als etwas sehen das alle betrifft die sich einen Haushalt teilen oder gemeinsam ein Kind in die Welt gesetzt haben,  die Mühe muß mann sich halt machen.

P.S.: …und dafür wird man dann auch belohnt:-). Denn das große Kind muß sich gerade entscheiden welche weiterführende Schule es nächstes Jahr besucht und sagt zu mir:” Sei nicht bös, aber mit dem Papa kann ich das viel besser besprechen!” Und ich bin überhaupt nicht bös sondern dankbar, dass der Vater mit dem Kind Pro und Contra Listen erstellt und alles in Ruhe mit ihr bespricht und das das Kind überhaupt mit 14 noch soviel mit ihren Eltern redet:-)

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