Mode, Models und die Romygala

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Gestern Abend, kurz bevor die Romygala beginnt (bei der D dann übrigens alle PreisträgerInnen im Vorfeld richtig erraten hat, Bravo, das ist mein boy! Und mir aber dann verbietet Volker P. Fotos unsrer Mädels zu schicken…) les ich einen Text über eine Modedesignerin.  Immer wieder wird darin auf ihr technisches Studium verwiesen, und dass sich nach der Geburt ihrer Kinder ihre Interessen weg vom Großen hin zum Kleinen gewandelt haben, und sie  deshalb jetzt nichts Großes baut sondern Mode für Kinder und Frauen entwirft.

Der Text beschäftigt und irritiert mich, und auch die Romygala lenkt nur kurzfristig ab. Nicht das du mich jetzt falsch verstehst, ich wär eine der ersten die solche Kleider kaufen würd. Meine Kinder und die Kinder im FreundInnenkreis haben ca. die selben Namen wie die Modelkinder auf der Homepage. Und auch hier gibt es Freundinnen, die nach der Geburt ihrer Kinder ihre Arbeit neu überdacht, tolle Ideen verwirklicht und sich damit selbstständig gemacht haben. Und sie machen das super! Und es sind alles Frauen.

Und trotzdem der Text über die Neodesignerin, Extechnikerin hinterlasst einen schalen Beigeschmack, warum, denk ich? Vielleicht weil ich mich frag wo sind die Texte über Neoväter, die vorher zb. Rockmusiker waren und jetzt Kinderlieder schreiben? Die vorher Automechaniker waren und jetzt Spielezeug für Kinder bauen? Die vorher hinter Schreibtischen wichtige Entscheidungen getroffen haben und jetzt eine Kindergruppe gegründet haben?

Ja eh, ich weiß die gibts, ich kenn die auch. Aber die die ich kenn, machen das neben dem was sie sonst noch alles tun, sie machen das als Projekt, weils gerade passt, weils ein bissi cool ist, sein Papa sein auch zu zeigen und sie machen früher oder später wieder das wozu sie ausgebildet wurden…

So denk ich vor mich hin, wobei, die Papas sind mir in dem Fall eh eher wurscht. Ich grübel weiter über die Frauen nach, die sich nach der Geburt ihrer Kinder arbeitsmäßig in eine Richtung entwickeln die fast immer etwas mit ihrem Kinder haben  zu tun hat. Und gut ist das, einerseits. Andrerseits warum muss das so betont werden, warum muss ich das wissen, warum muss Kinder haben bei Frauen noch immer für eine elementare Lebensveränderung, wie Arbeit herhalten, und bei Männern nicht?

Warum stimmt mich  der Text über die Designerin- nach den Kindern weg vom Großen hin zum Kleinen, und alles Bio und nachhaltig und fair, jetzt eher traurig? Obwohl die Kleider schön sind.

Und vielleicht hat noch jemand Gedanken dazu? Vielleicht ganz andere? Vielleicht mag die jemand daher schreiben?

 

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3 Kommentare

  1. hm…ich muss da jetzt auch was schreiben! Bin ja genau in der lage und bei mir zumindest ist es so: wenn man kreativ ist und dann job zurück lässt um sich um die kinder zu kümmern dann kann man aber die lange zeit nicht still sitzen und nix tun! ich kann es nicht. dazu kam bei mir, dass sich einfach auch der charakter ändert, also empfand ich eben die österreichische modeszene der jungdesigner, der ich davor zu gern angehört hätte, einfach für zu oberflächlich und einfach nicht mehr auf meiner wellenlänge. Naja, also weil ich eben nicht ruhig sitzen konnte hab ich dann auch angefangen kinderaccessoires zu machen und es macht anfangs einfach spaß sachen für die eigenen kinder zu machen und dann kommts gut an, und du denkst, waurm soll ich das nicht verkaufen.
    warum das aber bei männern nicht so ist, ist schade. oder warum man von denen nicht in der zeitung liest zumindest, denn dass es das gibt glaub ich schon auch und es wär ja noch was ausgefalleneres!

  2. Hm, ich glaube das ist so weil für viele Frauen nichts hinzukommt wenn sie ein Kind bekommen, sondern gleich alles sich ändert. Wenn man also Frau dann 2, 3 Jahre erfolgreich?! Hauptsächlich Mutter war, dann sucht sie darin weiter Bestätigung. Vielleicht ist sie aber auch ganz schlau, weil sie den Riesenmarkt entdeckt hat. Vielleicht will sie es auch einfach so, weil sie es immer schon interessiert hat, wer weiß? Es gibt ja auch Kindergärtnerinnen und kaum Kindergärtner, ebenso volksschule, da liegt schon bei der berufsnichtoderwahl dasselbe zu grunde. Ich habe auch keine Ahnung, solange jemand Erfüllung findet in dem was er tut und sich weiterentwickeln kann, ob Frau oder Mann, ist es mit egal was es ist, Technik oder Mode. Die Massen an Promi und nicht Promikinderbuechern, sobald man ein Kind hat, die finde ich schrecklich zumeist. Es gehört halt doch mehr dazu, ich danke Frau noestlinger fürs schreiben. Es gibt auch sehr gute Kinderbücher von männlichen Schriftstellern. Ob die alle erst Kinderbücher nach der Geburt eigener Kinder schrieben, wäre vielleicht interessant. Naja, Hauptsache das Buch ist es.

  3. Ben becker ist auch so einer, der dann mal ein kinderbuch schreibt weils cool ist, aber ansnosten beim ” grossen theater” bleibt und die bibel liest und nicht mit seiner frau und kindern zusammenleben kann.

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