Salt Beef

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Wir experimentieren derzeit gerade mit Salt Beef. In Wien gibt es überall irgendwie dasselbe zu essen (Kebab, Sushi, Schnitzel, Mäki) und daher mit was anderem zu experimentieren.

Salt Beef ist Hausmannskost mit Twist

Das ist ursprünglich eine alte jüdische Speise, die sich dann in den Staaten als Corned Beef verbreitet hat (nicht verwechseln mit dem zermatschkerten rosa Zeug in der Dose). Im legendären Katz kriegt man den Bagel bspw. in New York. Mittlerweile findet man Corned Beef unter dem Namen Salt Beef in England öfter als in den USA.
salt beef

In London nehmen die Leute Anfahrtswege von über einer Stunde in Kauf um auf der Brick Lane ein Salt Beef Bagel zu bekommen. Um Salt Beef herzustellen, braucht es eine geschmacksintensive Salzlake, in die das Rindfleisch 2 Wochen eingelegt wird.

salt beef

Was braucht man für Salt Beef?

2 kg Rinderbrust

1 Zwiebel (in 4 Teile geschnitten)

1 Lauchstange (in große Teile geschnitten)

1 große Karotte (in große Stücke geschnitten)

6 Knoblauchzehen im Ganzen

6 Lorbeerblätter

2 Teelöffel pinke oder schwarze Pfefferkörner

300g brauner Zucker

350g Pöckelsalz oder Koshersalz

1 Teelöffel Korianderkörner

1 Teelöffel Senfkörner

2 Liter Wasser

Anleitung:

Nimm die Körner, Lorbeerblätter, das Salz und den Zucker und schütte 2 Liter Wasser dazu und wärme die Lake auf, bis der Zucker sich aufgelöst hat. Dann lass es noch 2 Minuten kochen und dann muss es abkühlen.

Stich das Fleisch mit einem Bratenspiess rund um durch. Es soll viele viele Löcher bekommen.

Leg es in einen großen Plastikbehälter und schütte die kalte Lake dazu. Das Fleisch muss ganz bedeckt sein.

Die nächsten 7 Tage soll das Fleisch in dieser Lake liegen. Jeden Tag das Fleisch in der Lake umdrehen, damit es ganzheitlich die Lake einziehen kann.

Nach 7 Tagen holst du das Fleisch aus der Lake (nicht traurig sein: Es wird nun sehr viel kleiner sein, als noch vor 7 Tagen), wäscht es ab, bindest es mit einem Faden ab, legst es in einen Topf. Tust das Gemüse und die Lorbeeren und den Knoblauch dazu. Mit Wasser aufgießen und langsam kochen lassen.

Nach ca. 2,5 Stunden sollte das Fleisch ganz zart sein.

Jetzt kannst du es in recht dicke Scheiben schneiden und in einen getoasteten Bagel legen.

Danach wird das Fleisch gekocht, bis es `tender´ ist. Verzerrt wird es mit englischem Senf und Essiggurken in einem getoastetem Bagel.

Pöckelsalz ist oft rosa. Aber nicht mit Himmalajasalz zu verwechseln.

Salt Beef bringt dich durch den Winter!

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About Author

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Patrice Fuchs ist 41 Jahre alt, betreibt in Wien ein Umstandsmoden- und ein Designgeschäft, eine Zeitung "Familie Rockt", eine Fernsehshow "Familie Rockt TV", dreht Dokumentationen und unterhält dieses Elternblogportal. Aja und Mama von drei Gschropen ist sie auch.

12 Kommentare

  1. Avatar

    Hallo, wäre es denn möglich das Rezept für das Salt beef zu bekommen (einlegen und Zubereitung), wir würden uns gerne den guten bagel aus London nach Hause holen

    Danke im voraus
    Lg Anna

    • Avatar
      Absolut Patrice on

      Liebe Anna!
      Das haben wir gerne nachgeholt. Jetzt hier zum Nachlesen!
      Lieben Gruss und wir wünschen schöne Erinnerungen an London!

  2. Avatar

    acch achmölze doch dies allzu feste Fleisch..
    kosher oder nicht.
    Du schaust sehr gut aus, da schließe ich mich der Klingelfee an, außer ein schlechter Fotograph ist am Werk, Eyeliner steht Dir unterstützt den immerfragenden Patriceblick, auf a salt beef schau ich sicher mal vorbei im Shop
    DENN ICH ESSE SEHR WOHL ETWAS

    Frühstück allerdings NIE

    • Avatar

      klugscheiß: koscher wird Fleisch nur durch die Schlachtung – you rememer – die leidige Debatte wegen des Schneidens. So als ob die Viechal bei der Industrieschlachtung weniger leiden würden. Na egal! Aber dass das Fleisch dann in Salzwasser (daher der Name koscheres Salz)eingelegt wird stimmt – ist um die letzten Blutreste zu entfernen. Wahrscheinlich kommt daher das Salty Beef

      Und irgendwann pendelt sich das auch ein mit dem stetigen Zunehmen (außer du bist schon wida beim Schrumpfen)

      Liebe Funkelblau
      ich hab Dich schon mal Essen gesehen, wie einen Spatz – aber süß

      • Avatar

        GANZ kLUGSCHEIß:
        Die Jüdischen Speisegesetze (hebräisch ‏כַּשְרוּת‎ Kaschrut, in aschkenasischer Aussprache Kaschrus = rituelle Unbedenklichkeit) sind religionsgesetzliche Vorschriften für die Zubereitung und den Genuss von Speisen und Getränken. Nach diesen Vorschriften werden Lebensmittel in solche eingeteilt, die für den Verzehr erlaubt (jiddisch: „koscher“) und Lebensmittel, die für den Verzehr nicht erlaubt (jiddisch: „nicht-koscher“ oder „treife“) sind. Der heutige Umgang von Juden mit der Kaschrut ist sehr unterschiedlich und umfasst ein Spektrum von striktester Einhaltung durch orthodoxe Juden bis hin zu völliger Nichtbeachtung durch säkulare Juden.

        Die Jüdischen Speisegesetze haben ihr Fundament in der Tora, den fünf Büchern Moses, und wurden im rabbinischen Judentum weiterentwickelt und zu einer der Säulen der Halacha, der jüdischen Religionsgesetze. Folgende Aspekte sind für die Kaschrut grundlegend:
        1. Die Unterscheidung von erlaubten und nicht erlaubten Tieren. 2. Das Verbot des Blutgenusses. 3. Die Aufteilung in „fleischige“ (hebräisch: basari), „milchige“ (hebräisch: chalawi) und „neutrale“ (parve) Lebensmittel.

  3. Avatar

    Danke für das Leseerlebnis!
    Zu deiner Frage wo das Fleisch gekauft wurde: Ja, Micke ist ins Kosherland reinspaziert und hat dort das Fleisch gekauft. An der Kassa spricht ihn der Besitzer an:`Komisch! Dauernd kommen hier Juden rein und kaufen genau dieses Teil vom Rind! Was haben die bloß damit vor?´ Da hat Micke dem Kosherland-Mann gesagt:`Also, ICH mach daraus Corned Beef. Und witizig: Zufälligerweise ist das ein jüdisches Gericht. Vielleicht kommen sie DESWEGEN zu dir und kaufen dieses Fleisch?!´ `Goi, da kannst du recht haben!´ rief der Kassier daraufhin aus:`Das muss ich auch probieren! Gib mir doch bitte das Rezept!´
    Haha! Nö. Er hat´s beim Radatz gekauft. Und ich glaube, dass das Fleisch durch das einlegen kosher wird. Wer streng gläubig ist sollte aber kosheres Salz dabei verwenden.
    Und wegen Diät: Ein bissi Bauch ist kein Fehler und es ist ein Mythos dass alle Männer nur auf schmale Frauen stehen. Meiner mag mieinen Bauch und Hüfte. Ich mag mich auch als feiste rundliche Erscheinung. Aber was ich nicht mag: Jedes Jahr ein heimliches Kilo zunehmen, bis ich in der Pension schlechte Knie krieg. ich mag auch kein Altersdiabetes bekommen und mir schwer tun lange Spaziergänge zu absolvieren…
    Danke Klingelfee, bist a a fesche Kotz!

    • Avatar

      Es ist so unendlich schade, dass diese Geschichte im Kosherland nicht genau so passiert ist! Goi, da kannst du recht haben ist wirklich großartig!

      Ich bin übrigens vom Rezept jetzt auch ganz angefixt und auch überrascht, dass es anscheinend auch schmackhafte jüdische Gerichte ohne Gänseschmalz gibt 🙂

  4. Avatar

    nur so eine frage: orthodoxe juden/innen kaufen beim normalen fleischer ein? oder seids ihr beim fleischer bei mir ums eck reinspaziert? kosherland!
    wegen der diät: scheiß doch der hund drauf und du hast recht, egal wann die kalorien gegessen werden, weniger solltens sein. und überhaupt schaust eh super aus. lange, dünne haxn! herrlich!

    und noch ein link über delis in ny
    http://www.nicht-erschienen.de/Juedisches_Essen.html

  5. Avatar

    du siehst aber hübsch aus mit den hochgezogenen brauen!

    eigentlich bin ich ja vegan… aber bei dem salted beef werd ich eine ausnahme machen…ist eh bio gell?!

  6. Avatar

    liebe patrice,

    salt beef klingt grandios! gute idee. und kurz off topic: ich würd gern wieder was schreiben, kann mich aber nirgends einloggen für meinen blog. woran scheitere ich da? registrierung-klar, aber das bin ich ja längst. danke für deine hilfe.

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