Freitag ist der neue Dienstag

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Lang hab ich jetzt schon nix mehr geschrieben. Zuerst war ich krank, dann die ganze Weihnachtsaufregung und dann die ganze Nachweihnachtsentspannung.

Jedenfalls hab ich irgendwann aufgehört zu warten und mir gedacht, was soll’s, wird schon kommen. Auch, weil ich ganz viele Pflegeeltern kennengelernt habe, die monatelang – bis zu 9 Monaten – gewartet haben. Ich hab mir schon überlegt, ab März trotzdem nicht mehr zu arbeiten und nachgedacht, wie ich trotzdem zu Geld komme. Für alle, die jetzt gespannt auf das Ergebnis dieser Überlegungen warten: Geld ohne Arbeit gibt es nicht 🙂

Am Freitag passiert also dann folgendes: Ich schlaf recht lang, kümmere mich um die Katzen meiner Eltern, weil die grade Urlaub machen, weshalb ich nicht in Wien bin, kümmere mich natürlich auch nicht um mein Handy, weil ich ja beschlossen habe, nicht mehr zu warten.
Und um 11:30 seh ich, dass ich eine Nachricht vom Jugendamt habe, und zwar von 9:45. Ich möge heute noch zurückrufen. Panik. Ich rufe also zurück, besetzt. Mehr Panik. Aber ich denk mir auch: Heut ist Freitag, wahrscheinlich brauchen sie irgendeine Info oder so. Ich probier’s noch ein paar Mal, schließlich hebt wer ab und meint, meine zuständige Sozialarbeiterin würde sich noch mal melden.
Gut, denk ich mir, wird schon nix aufregendes sein und geh zu meiner Tante zum Mittagessen. Um 14 Uhr läutet’s, ich red grad mit meinem Cousin über seine Weltreise, die er am nächsten Tag antreten wird. Ja, und dann sagt sie nach ein bisschen Geplauder: “Frau P., ich ruf an, weil ich ein Kind für sie habe.” Ich kann jetzt nicht mehr sagen, ob ich mich in dem Moment schon in die Kleine verliebt habe oder erst, als sie gesagt hat, dass es keinen Haken gibt oder als sie mir verraten hat, dass sie Helena heißt.
Sie ist Mitte Oktober geboren, etwas zu früh, ist aber nicht schlimm. Und sie wird in den nächsten Tagen bei mir einziehen.

Die letzen 48 Stunden war ich dann eigentlich damit beschäftigt, Gewand von den Verwandten einzusammeln und SMS zu beantworten.

Man könnte meinen, ich wär jetzt ganz schrecklich aufgeregt und aus dem Häuschen, … Komischerweise ist das aber gar nicht so. Vielleicht weil ich weiß, dass ich jetzt am Wochenende eh nix machen kann. Morgen geht’S weiter, Telefonat mit dem Jugendamt, …
Ich werde dann berichten.

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7 Kommentare

  1. “Mitte Oktober geboren, etwas zu früh”, da musste ich schmunzeln – ganz genau wie meine kleine A. <3 wenn auch drei Jahre später.

    Auch hier herzliche Gratulation und eine wunderschöne Karenzzeit wünsch ich dir (ich hab meine sehr genossen). Vielleicht schaffen wir ja dann auch mal ein Wiedersehen würd mich freuen 🙂

    • Vielen Dank, funkelblau!
      Patrice, das ist total lieb von dir! Ganz oben auf der Karenz to do list ist sowieso, viel Zeit in deinen Geschäften zu verbringen. Dann meld ich mich einfach und wir schauen, dass du da bist, wenn wir kommen. Auch ohne Geschenke 🙂

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