an einem Strang

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seelig will ich immer mir zwei Mal e schreiben, seelig, Seeligkeit, nicht Seligkeit, beseelt dagegen braucht wahrscheinlich zwei e, beseelt sein kann man auch alleine, bei Seeligkeit bin ich mir da nicht so sicher, mit der Rechtschreibung, Asche auf mein Haupt, auch nicht.
Entgültig oder endgültig? Auch das verwirrt mich, ent gültig, von Ent wie Entscheidung oder end gültig von dem Ende der Gültigkeit?
Wie auch immer das Jahr neigt sich dem Ende, kollektives Bilanz ziehen doch von Nöten, obwohl ich bei dem ganzen Weltuntergangsgerede das Gefühl einer gewissen Befreiung runumatum wahrnahm, liegt wahrscheinlich an mir..
Das Ende der Welt, das wäre das Ende des Tragens der Konsequenzen, man könnte nichts mehr erwarten, aber auch dann nichts mehr fürchten, ein neurotischer Gedanke, die Neurosen blühen in dieser Zeit las ich in der rosafarbenenen Tageszeitung, na bitte, dann blüht doch irgendwas.
Das ständige Grau wird im Weihnachtsrausch durch Geflimmer und Gegitzer( klitzer von klitzeklein oder glitzer wie glitter?) zum Hintergrund der bunten Farben, macht schon Sinn das Fest.
Wie bei allem kann man dem einen Sinn geben oder man findet keinen, dann ist es sinnlos.

Ich habe beschlossen, die Phase des ständig Krankseins zu beenden und mit dem alten Jahr ad acta zu legen, das eine Ohr hört zwar fast nix und wartet gedämpft auf die Wirkung der Antibiotika, ansonsten und deswegen höre ich in mich hinein.

Der 24.12.2012 rauschte vorbei, außer bei der Ewigkeit beim Hofer, um für Nahrung zu sorgen, den Baum besorgte ich schon vorher, dann wurde geputzt und Michel aus Lönneberga geschaut, ich liebe das, schon als Kind identifizierte ich mich mit Lina der Magd, obwohl diese, anders als ich oder genau wie ich, hartnäckigst an ihren Ideen hängt, sie lässt sich nicht beiirren.

An was soll man hängen, was sollte man fliegen oder wegwehen lassen? Was hat man in der Hand, was ist mit dem ständigen ins Leere Gegriffene, sollte mir mal ordentlich auf die Finger klopfen, vielleicht muss ich mir gegenüber ein Bisschen autoritärer werden?

Der schönen, beschwichtigenden Worte genug gewechselt, doch schon gefühlt und nicht nur gehört, DIE HERDPLATTE IST HEIß!
Das schreibe ich mir jetzt hinter beide Ohren, lesen werden die ja wohl können.

Also Bilanz, die Zahlen genau betrachtet, das gibt es eine Spalte zwischen Soll und Haben, die entferne ich, die macht keinen Sinn, mehr.
Bin gespannt was sich dann ändert, die Ausgabenseite wird sich drastisch ändern, was ich dann noch bekomme? Schaun wir mal.

Alte Rollen hinter sich zu lassen, ist auch ein Verlust, auch das worunter man leidet, kann man vermissen, es ist ja da, weil es einem auch irgendetwas gibt, aber machen Krümel nicht die Sehnsucht anch dem Kuchen nur größer? Ist es nicht besser nichts davon zu haben oder wenn, dann ein richtiges für mich gedachtes, von mir gewähltes Stück?

Ich denke, ich fühle, ich weiß für mich JA,
also ein Krümelloses Jahr und viele weitere!

Dem Kind wünsche ich seine Lieblingstorte,
sie weiß sogar
welche
das
ist.

Zu Weihnachten wollte sie Bratäpfel mit Marzipan und Walnüssen gefüllt, dazu Haselnusseis, sie bekams und vorher schmorte ich ein Hendl im Rohr mit Karotten und sonst so Allerlei, sie wars zufrieden.
Ihr Vater war zum Essen da, mittlerweile sehen wir uns kaum 5 Mal im Jahr, das Kind legt Wert auf dieses gemeinsame Essen, nachvollziehbar, Familienfest, Vater und Mutter.

Es war friedlich, die Geschenke fanden Gefallen, nur kurz zwischendurch wurde ich traurig und dachte an ganz früher, als ich noch Kind war.

Manches ist mir bisher gut gelungen, manche Netze habe ich spinnen können, andere, trotz dickem Seil sind an den Löchern im Ganzen zerrissen, ich finde keinen Weg sie zu stopfen, tragbar zu knüpfen,
nicht nur zur Sicherheit, ein Halt, halten, dazwischen genug Raum um eigene zu spannen und sich zu entfernen, aber nur wenn sie nicht gerissen sind,

kann der Fang eingholt werden.

Vielleicht ist der 24.12. der Tag, an dem gewogen wird, wie sehr man sich gewogen ist, was im Netz schwimmt, was sich zu fangen lohnt, das nichts zu fangen ist, das Netz sich selbst genug, Familie kann Vieles sein, jeder, der ein Netz mit uns knüpft wird zum Teil,
zu kappen ist es immer, treibt woanders hin und schließt dort an.

alleine kann man kein Netz spannen, auswerfen schon, knüpfen auch

Spinnenweben sind fragil, ertagen keinen Sturm,
aber wer Fäden spinnen kann,
der wird schon wissen
wie man
Netze knüpft.

Hoffe ich…

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1 Kommentar

  1. Lina war immer eine sehr interessante figur über die man viel nachdenken konnte. Und auch darüber dass emil später ein sehr ehrbarer tüchtiger mann geworden ist:-)

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