Wir werden immer älter…

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Unser Freund A zählt dafür immer wieder sehr wahre und klare Gründe auf. Und auch mir kommt dann im passenden Moment ein Aha, jetzt hammas wieder gmerkt. Zum Beispiel gestern fahren wir von der Osterj(s)ause bei Tante und Onkel heim und drehen das Radio auf. Und D sagt: Heast wie oid is der Blumenau eigentlich? Ich sag: oid. und dann schreien die Kinder eh schon dass sie Musik und äächteee höööre wollen. Komischerweise hat FM4 am Nachmittag davor aber gut gepasst, da waren wir an der Donau und auf dem Weg dorthin hats schöne Lieder gespielt.

Auch an den Donauspaziergängen merkt man unser Älterwerden, wir gehen dorthin wo schon bald Niederösterreich ist und keine Leute und der männlich Teil der Familie immer wieder Fischen war und man fühlt sich dort gleich ein bisschen sentimental und Kindheit. Überhaupt bin ich letzter Zeit so leicht gerührt:  ich schau mit dem großen Kind den Film “die Vaterlosen” an (damit du merkst  Kind wie guats dia geht,haha) und plärr. Am Sonntagabend nach unserem Osterfest bei Tante und Onkel bin ich gerührt weil es so war wie immer und weil ich mit 34 noch immer so gern bei denen bin und mich daran erinner wie dass als Kind war. Wo das Haus von Tante und Onkel mit den Cousinen so ein Haus war wo du daheim warst. Wo du in den Ferien stundenlang mit den Cousinen getratscht, gespielt, groß geworden bist. Dazwischen von der Tante aufs Leckerste verköstigt und beraten wurdest, wo alle wissen was lustig ist und wo du deinen eingen Kindern so wünschst dass es für sie auch so einen Ort gibt.

Zuhause dann, wo die kleinen Kinder schon schlafen, vielleicht ist es aber auch das Schokokoma, sitz ich  zwischen D und dem großen Kind auf der Couch. Wir schauen fern (wobei mein Fernschauen so ausschaut: in der einen Hand ein Achtel Rotwein, in der anderen ein Buch und zwischen den Zechen die Fernbedienung). D und das große Kind schauen in stiller Eintracht Madagaskar 2 und in den Werbepausen Walk the Line, und es reichen auch da schon wieder 2 Minuten Film und ein Johnny Cash Lied und die Augen werden zart feucht.

Und jetzt reichts, ich glaub die freien Tage tun mir nicht gut, zuviel Zeit für sentimental, ab morgen ist wieder Alltag und die Fotos von den Gärten und Häusern betrachte ich auch bewundernd und nicht gleich wieder… weil eure Häuser und Gärten sind echt ein Hammer und Patrice dein Haus schaut aus wie die Häuser im Ort von der Schwiegermutter und ich find die so schön und meine Omama kommt ja auch von dort…und anscheind heißt Älterwerden neben gerührt sein, auch immer besser wissen was man selber haben möchte: nämlich vielleicht auch einmal so ein Haus.

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1 Kommentar

  1. Ich war auch so verdammt gerührt die letzten tage. die kleinsten dinge konnten mich zu tränen rühren. was wirklich manchmal peinlich werden kann…dann muss ich schnell an blumenau denken, dann gehts wieder vorbei

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