Hauen

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Hauen.

Ich haue meine Kinder nicht. Die Mütter um mich herum auch nicht.

Und es gibt Momente wo ich mir denk: Warum eigentlich nicht? Wie auch einige der Mütter um mich herum. Momente wo ich mir denk: Ich tusch ihr jetzt gleich eine, weil anders lässt sich diese Situationen nicht mehr lösen. Der Moment vergeht, ich tu es nicht, aber in dem Moment, da würde ich.

Meine Freundin U. braucht diesen Eintrag jetzt nicht zu lesen, der hab ich das schon auf der Fahrt in die Arbeit erzählt, allen anderen noch nicht:

Heute früh beginnt der Tag ganz nett, D muss erst um halb neun zu einem Termin, er kann die Kinder in den Kindergarten bringen. Jö, denk ich, nett wir können einmal gemeinsam gehen, wir bringen die Kinder und gehen dann gemeinsam beide in Arbeitsschick (ich trag jetzt auch wieder Stöckeln) kurz durch den sonnigen Herbstmorgen Richtung Lohnarbeit. Haha! Das mittlere Kind wird bald 5, macht gerade eine sensible Phase durch. Der Vater frisiert sie nicht sanft genug, sie schreit, rennt hinauf in ihr Kinderzimmer versteckt sich dort. Ich geh hinauf, zuerst sanft und lieb, dann brüllend: du gehst jetzt sofort hinunter.

Unten ist der Vater zuerst sanft und lieb dann brüllend: du ziehst dich jetzt an. Der Rest der Familie wartet fix und fertig an der Tür und schwitzt. Das jüngste Kind und ich gehen aus der Wohnung und warten unten im Hof. Wir warten und warten und hören dann irgendwann wieder Gebrüll. Das mittlere Kind und D kommen aus dem Haus heraus. Das Kind sieht mich und rennt weg, es rennt durch den sehr großen Innenhof. D und ich gehen in die andere Richtung, das Kind kommt nicht, bleibt beleidigt im Innenhof stehen. Irgendwann sagt D: mein Termin, ich sag: ich hol sie. Ich geh durch den Hof, sie rennt mir davon, ich hab Stöckel an und komm ihr nicht so schnell nach. Sie biegt um die Ecke und rennt in einen weiteren Innenhof. Dank auch an die liebe Passantin die mir das mitteilt. Ich ihr nach, sie rennt durch den ganzen nächsten Hof, an dessen Ende ist ein kleiner Zaun der wieder in unseren Hof führt. Dort bleibt sie stehen. Der Weg zu ihr ist voll ein einziger dieser Momente: es reicht ich prack ihr eine. Bei ihr angekommen ist der Moment weg und sie tut mir nur mehr leid. Ich drück sie, und kuschel sie kurz.Wir gehen zum Zaun wo der Vater schon wartet, ich heb sie drüber und kraxel dann selber über den Zaun, Sexy. Und bin fix und fertig.

D sagt: Ich kann sie jetzt nicht mehr bringen, ich hab um halb neun den Termin. Ja eh. Ich bring sie zum Kindergarten, fahr in die Arbeit, komm eine dreiviertel Stunde später als ich wollt an. Und muss sagen: die Zeit ist leider noch nicht reif für zu 2. Richtung Arbeit gehen. Am Nachmittag kommt das große Kind und holt mich ab, wir gehen einen Kaffee trinken und kaufen ihr beim Mango eine Hose. Auch mit dem großen Kind hatte und hab ich diese Momente. Aber heute Nachmittag nicht! Heute ist das große Kind, das nicht kreischt und vor mir wegrennt für 2 Stunden mein Lieblingskind!

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2 Kommentare

  1. oh ich kenn das!
    ich denke jede mutter hat ab und an mal das verlangen einmal eine richtige watsche zu verteilen.
    ich hab mein kind nich nie gehauen, aber ich gebe zu, manchmal würd ich nur zu gern!
    furchtbar hingegen ist das svhlechte gewissen danach, überhaupt solch gedanken gehabt zu haben. aber das gehört dazu, zum eltern sein, denk ich mal

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