Jetzt persönlich

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Florian Klenk schreibt im letzten Falter eine kurze Meinung zum neuen gemeinsame Obsorgeentwurf nach einer Trennung   undbegrüßt den.

Lieb, wie toughe Journalisten auf einmal ein bissi unreflektiert werden wenn es um was Persönliches geht. Laut einer Falterausgabe ist Klenk ja Vater von Zwillingen und war selber in Karenz. Bravo! Und ja auch hier in meiner  Welt versuchen die meisten Eltern zumindest eine halbe halbe Aufteilung, wickeln die Papas ihre Kinder, füttern sie, legen sie nieder, stehen in der Nacht auf, streiten mit ihnen in der Früh weil jetzt unbedingt noch das Connybuch in den Kindergarten mitmuss, flechten Zöpfe, bauen Baumhäuser und was weiß ich.

 Und ich weiß auch, dass das noch lang nicht die Mehrheit in unserem Land ist. Das Carework und Haushalt noch immer zum Großteil von Frauen, neben dem Job erledigt wird. Herr K sollte das eigentlich auch wissen.

Und ja, auch hier rund um mich, gibt es getrennt lebende Eltern, die die gemeinsame Obsorge nach der Trennung beibehalten haben, und zwar aus dem Grund weil  die Kinderbetreuung schon vorher nicht nur Muttersache war. Und jetzt Frage, Herr K, glauben sie das der Großteil unsrer Gesellschaft ist, glauben sie das? Ich weiß, meine Rechnung kommt vielleicht verkürzt daher, trotzdem bin ich fast sicher dass sie aufgeht: Der Schmäh kann nur heißen, die Pflichten die mit dem Kinderkriegen in unsere Leben getreten sind, gehören aufgeteilt. Zwischen Mutter und Vater. Und wenn einer der beiden Elternteile nicht bereit diese Pflichten und zwar möglichst rasch, also von Beginn an zu übernehmen, bitte warum…

Auch wenn der Vater erst einige Jahre später draufkommt, dass er für das Kind Verantwortung übernehmen will. Bei manchen Vätern dauert es einfach etwas länger– jetzt dramatisch, aber dieser Satz aus dem Standardinterview mit der Justizministerin treibt mir fast Wuttränen in die Augen, bitte geht’s noch! Meint die das ernst? Ja du Schatzi, auch bei mir dauert es länger, ich komme vielleicht auch erst nach einigen Jahren drauf dass mein Kind gewickelt, gefüttert, gebadet, angezogen,  gehutsch gehört. Eine Gemeinheit, jeder Frau gegenüber, weil natürlich tun wir diese Dinge, fast alle von Anfang an,  egal ob es uns gerade freut oder nicht. Egal ob wir wollen oder nicht. Und wenn nicht, dann werden uns unsere Kinder wahrscheinlich relativ schnell abgenommen.

Und lieber Herr K. ich finde sie eh super, so wie die 96% Frauen die in Karenz gehen, so wie alle Eltern die sich um ihre Kinder kümmern und versuchen das möglichst gemeinsam zu tun, egal ob jetzt im gemeinsamen Haushalt oder nicht.  So wie alle die nebenbei noch Jobs haben, und wo Karriere oder Erfolg nicht Papasache ist. Aber, und auch das ist eine Realität, hier in Ösiland ist das noch nicht die Mehrheit. Aber dafür dass sie es einmal wird, dafür könnten sie fleißig schreiben…

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1 Kommentar

  1. funkelblau on

    man sieht doch allein an der Diskussion rund um dieses Thema, was da an Zündstoff vorhanden ist, aber, natürlich, alle Eltern, die sich trennen, können ruhig und sachlich GEMEINSAM alle Entscheidungen treffen, zum KIndeswohl und sofort nach der Scheidung ruht jede Emotion, alles kann im friedlichen RAHMEN gemeinsam erledigt werden. Ich gratuliere allen, die das so schaffen, die können das aber auch ohne die Frau Minister, in den meisten Fällen, macht der Krieg ums KInd dann erst so richtig Sinn. Vielleicht seheh ich das aber auch zu negativ, mir gelang sie nicht die harmonische Trennung, aufgearbeitet schon zum Zeitpunkt als sie stattfand und bitte ich möchte einmal eine Angabe, wieviele Frauen den Kinder die Väte rohne schwere Gründe, die es ja auch gibt, entziehen(das geht natürlich nicht) im vergleich zu den Vätern, die sich nicht kümmern wollen und sich emotional und persönlich selbst aus der VErantwortung gestohlen gaben. Ich bin froh, dass mein Kind schon 12 ist, so gesehen.

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