Kein Sesam in der Sesamstraße

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Die Krise hat die Sesamstraße erreicht. Dieses Wochenende debutierte eine Hungerpuppe im amerikanischem Fernsehen. Lily heißt das neue Muppet und sie ist der erste Sozialfall der Kinderserie – und wird von einer der reichsten Männern der Welt gesponsert. Mr. Walton, der Besitzer der Supermarktkette Walmart steht hinter Lily.

Leere Kühlschränke und Küchenkästen in amerikanischen Haushalten sollen zur nationalen Angelegenheit gemacht werden. 17 Millionen Kinder in den USA, fast jedes Vierte, hat keinen ausreichenden Zugang zu Nahrungsmitteln. Das zeigt eine Studie des amerikanische Landwirtschaftverbandes. Diese Kinder bekommen weder gesundes Essen noch ausreichend große Portionen.

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Auch die siebenjährige Lily ist unterernährt. Und bald wird sie Gesellschaft von ganz normalen armen amerikanischen Familien bekommen. Auch ärmere Schichten sollen in der Serie ein Gesicht bekommen. Die Sesam-Street hat sich schon öfter schwierigen sozialen Themen angenommen. Da war zum Beispiel   Kami, ein HIV-positiver Junge.

Dabei versuchen die MacherInnen der Puppengemeinde den Kindern auch immer ein Fünkchen   Hoffnung auf eine bessere Welt mitzugeben. Lily wird vom Country Sänger Brad Paisley und seine Frau Kimberley durch die Sendung begleitet.

In der Sesamstraße geht es aber nicht ideologisch sondern eher praktisch zu. Lily analysiert nicht die Gesetzgebung der Bush-Ära, sondern zeigt ihrem Kumpel Elmo die karikative Essensausgabestellen. In Amerika hofft man, dass das neue Muppet die Spendierfreudigkeit reicher Mitbürger steigert.

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