Jetzt geht’s nicht mehr lang ohne Tier…

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Jetzt geht’s nicht mehr lang ohne Tier…

…letzten Sonntag wecken mich die Kinder um 5:30 und weil ich am Samstag in der Früh bis 9 geschlafen hab bleibt D jetzt liegen und ich steh auf (und Tage wie diesen rettet dann nur das Strandbad Breitenbrunn am Neusiedlersee, super Tipp für alle die ein bissi Italienadriafeeling wollen)

Wir fahren baden und ich pack alles ein und D steht eh schon um 7:30 auf und kurz bevor wir fahren wollen kommt das mittlere Kind und sagt „Mama mach die Augen zu, ich hab eine Überraschung“. Ich schließ meine Augen und mach aus den Händen ein Körberl damit Sie die Überraschung hinein legen kann und rechne mit Gebasteltem oder Gemaltem oder so. Ich mach die Augen auf und in meiner Hand liegt ein toter, fetter Nachtfalter. Ich kreisch ganz kurz und der Falter fliegt mir aus der Hand auf den Boden. Das mittlere Kind daraufhin, sehr streng und laut: „das is unser Haustier und du hast ihn verärgert. Die Maaamaaaa ärgart das Haustiiiiier!“

Ich beruhig mich, wir heben das Tier auf, ich erklär ihr das der in der Wohnung arm ist und lieber am Balkon und sie soll ihn auf ihre Pflanze draußen legen.  Das macht sie dann und ich bin hin und her gerissen zwischen „die Arme, jetzt braucht sie echt bald ein Meerschweinderl oder so“ und „Nein, nie wieder ein Tier in der Wohnung“. Wir wohnen unterm Dach, mitten in der Stadt. Das große Kind hatte Meerschweinchen, Hasen, Fische und im Endeffekt hab ich die Viecher versorgt, geputzt, vorm Verwahrlosen gerettet. Kein Tier mehr in der Stadt und die Oma in Ungarn hat Hunde und die Oma in Wien hatte bis vor Kurzem Katzen und wir fahren mit ihnen eh auf Bauernhöfe, wo das mittlere Kind dann Käfer in die Jackentasche steckt und sagt, das ist mein neues Haustier und ich denk mir , na geh, das arme Mausi, vielleicht sollten wir doch…und so geht’s hin und her nur D sagt brav „Nein, mir kommt kein Tier in die Wohnung“.

Und ich denk drüber nach, wie die anderen Leute das machen und ob `s nicht so wie Gemeinschaftsgärten in der Stadt auch bald Gemeinschaftsställe  gibt. Haustiersharing vielleicht, wo dann lauter Eltern sitzen und die Viecher vorm Verwahrlosen retten (wir könnten uns aber im Stall eine nette Bar oder so einrichten)…

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2 Kommentare

  1. Wie war das denn in der Kinderzeit der bloggerin? Gab es da Haustiere?
    Natürlich … da waren Meerschweinchen, Hasen, Schildkröten. Die Meerschweinchen durften sogar mit auf Urlaub ins Mühlviertel.

  2. Vorschlag: da gibt es ein ganz süßes haustier, das ziemlich klein ist und alle kinder lieben es: das amerikanische miniaturpferdchen! Sieht aus wie ein ausgewachsenes pferd, ist aber klein wie ein hund. das wär doch was in der dachwohnung? 🙂 ansonsten würde ich den einen oder anderen nachtfalter vorziehen, sol lange ich nicht damit kuscheln muss…

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