die Buben und Obama

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Jetzt schreib doch wieder einmal etwas Politisches, sagt die deutsche J zu mir. Hääääääää? frag ich. Aber dann dämmert mir schon was sie meint. Nicht feine, gut anlyisierte, zart ironische,  intellektuell hochwertige Inputs zu aktuellen Lagen (das kann ich leider auch gar nicht). Nein, sie meint ein bissi alte Männer bashing, Jesper Juul und Co you know. Aber auch dazu fällt mir im Moment nicht viel  ein. Trotzdem nehm ich mir ihre Anregung zu Herzen…

…und schlag letzte Woche den Falter auf. Les im Inhaltsverzeichniss das es auf der Kinderseite ein Interview mit einem deutschen Sozialwissenschafter und Pionier der Jungenarbeit geben wird. Und super, denk ich, das wird mich jetzt aufregen. Aber leider, leider. Der Mann sagt lauter kluge Dinge, wo du wenig bis gar nix dagegen sagen kannst. Er antwortet unaufgeregt und klar. Zum Beispiel sagt er das es Unsinn ist mehr männliches Personal für die Bubenbetreuung zu fordern, wenn die dann erst wieder  nur für Fußballspielen und Toben zuständig sind. Schön! Und so fällt mir am Ende nur ein das der Falter jetzt seit der Einführung der Kinderseite schon zum 2.Mal etwas über spezielle Bedürfnisse von Buben gebracht und Mädchen leider…Eins hab ich dann doch noch, was mir bei diesen ganzen Bubenartikeln eindeutig fehlt ist folgender letzter Satz: Und obwohl sie bis zum 18. Lebensjahr anscheinend schlechter gefördert werden, nicht so gute Noten haben und was weiß ich noch alles, spätestens mit Eintritt ins Berufsleben ist es damit vorbei. Der aktuelle Equal Pay day wird am 5.4.2013 sein! Diesen Satz würd ich mir wünschen, aber ich bin da wahrscheinlich als Mädchenmutter nicht repräsentativ.

Und auch hier im FreundInnenkreis muss ich nicht missionarisch sein. Das hat der Geburtstag vom mittleren Kind wieder bewiesen. Bei der Party hüpfen Mädchen und Buben gemeinsam zu seven nation army durch die Gegend und die Buben tragen goldene Glitzerballetpatschen.

So bleibt das einzig politsche letzte Woche die Wiederwahl Obamas. “Historischer Moment, historischer Moment”, brüll ich Mittwochfrüh zum großen Kind hinauf, als Obama seine 1. Ansprache nach der Wahl hält. Das große Kind knotzt sich neben mich auf die Couch und erklärt mir ruhig und mit klugen Worten warum es a.) gut ist das er gewonnen hat und b.) da jetzt aber niemand in Euphorie verfallen muss. Sie spricht im Prinzip genauso wie die JournalistInnen im TV, ohne die gesehen zu haben.

Ich hingegen bin der Inszienierung leichter Beute und ruf die U an, die ein großer Bruce Springsteen Fan ist und sag: wenn du was Arges sehen willst, jetzt sind grad alle mit ihren Familien auf der Bühne und umarmen sich und dazu spielts Bruce. Aber die U zieht gerade ihre beiden Kindern (2,5 Jahre und 7 Monate alt) an und kann gerade nicht. So bin ich allein gerührt. Das große Kind zeigt mir einen Vogel und sagt: Aber eines ist schon intressant, warum haben die Amifrauen alle so eine glatte Haut und so glänzende Haare?

Ja, das frag ich mich auch schon lang, sag ich. Und somit wird das hier wieder nix mit dem Politschen…

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2 Kommentare

  1. die deutsche j on

    deine blogs sind eh immer super. aber son bißchen politischer grant ist halt das salz in der suppe, die prise koks in der panade.

  2. meine Theorie zur faltenfreien Amerikanerin ist die die Sprache, wenn man/frau am Tag 100 mal Amazing,great and ooah mei goood o.ä.sagt,haben die “Hühnerarschfalten”(sorry..) keine Chance.
    ansonsten kommt mir als Mädchenmutter oft das Gesprächsthema unter, dass die Söhne der Bubenmütter heehe von den Mädchen so unterdrückt werden, I Dont know my dear, sag ich und tu damit gleich etwas gegen die Falten

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